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chen Schwierigkeiten die Ausführung dieser Vorschriften; na-
mentlich der leztern, auch ausgesetzt seyn mag, so sehr wäre.
doch, bei dem dringenden Mangel des anatomischen Theaters
an Leichen, eine genauere Befolgung der Verordn. zu wün-
_ ſchen. Rückſichtlich der Krankenhäuser in Kiel kommen
in Betracht die beiden Verfügungen vom 12. Mai 1802 und :
vom 20. Aug. 1811. Mögte in der zweiten Auflage des
Werkes noch manche Verbesserung in unsern mediziniſchen
Lehranſtalten, deren einige zum fröhlichen Gedeihen noch-gar
sehr einer Unterſtüung des Staats bedürfen, einen Platz
| finden können! Zuletzt verdient hier noch die Akademie in Kopenhagrn, deren Stiftungsurkunde vom
25. Aug. 1786 F. hat abdrucken laſſen (S. 87), unter den
mediziniſchen Lehranſtalten Erwähnung, da alle Wundärzte,
welche in dem von dieser Akademie angeſtellten Eramen den
erſten und zweiten Charakter erhalten haben, auch in den
Herzogth. Erlaubniß zur mediz. und chir. Praxis haben, die
| mit dem dritten Charakter Entlaſſenen aber blos zur chirur-
hitÑ!: In Betreff des m e d izinisſch en Per so na-

_ les der Herzogthimer enthält unser Werk zuvörderſt
î (S. 15-23) die die Errichtung und Verfaſſung des
Königl. Sanitätscollegii als der oberſten Medizinal-
behörde betreffenden Verfügungen. WVor Errichtung des
San. Coll. berichteten die Phyſici über Medizinalſachen am
die Obergerichte unmittelbar oder an die medizinische Fakultät
in Kiel, welche von der Kanzlei oder den Obergerichten als
consultative Behörde gebraucht wurde. Das Sanitätscolle-
sium iſt nunmehro vorzugsweise eine adminiſtrative Behörde,
es hat sogar eine executive Gewalt, indem es befugt iſt, über
die Medizinalperſonen die Suspension zu verfügen (S. 46
u. 20). Als consultative Behörde wird es nur von den
QDbergerichton über Gegenſtände, welche das öffentliche Ge-
i ſundheitswohl betreffen, um Rath gefragt (S. 46 u, 21).
In die. Sphäre der Wiſſenſchaft greift es. ein, ſoferne ihn

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