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Ö. 631. ~.
| Gegenſtande hat und Alles abwehren soll, was dieses gefähr-
den und beeinträchtigen kann. In diesen Functionen greift
die Medizin ſelbſiſtändig thätig, adminiſtrativ ein in das
Staatswesen. Sie ſteht aber auch in einem rein conſulta-
tiven Berhältniſſe zum Staate, zunächſt zur Rechtspflege,
in der ſogenanntén gerichtlichen Arzneikunde. Wie aber der
einzelne Arzt von dem Kranken, den er behandelt, wiederum
in den Stand gesetzt werden muß, zu beſtehen und zu wirken
und sich in seiner Kurniſt durch fortwährendes Studium zu
vervollkommnen, also iſt es auch im Verhältniß des Staates
zur Medizin. Auch hier darf erſterer nicht blos empfangend
| . seyn, er muß auch wieder für die Medizin sorgan, und dies
I geschieht durch die Sorge für die Kultur des mediziniſchen
Studiums, die ihm obliegt in Erhaltung und Förderung
der dazu nöthigen Anstalten und durch Anſtellung, Beſol=
dung und Beaufsichtigung des erforderlichen medizinischen
| VPrerfonales der Aerzte, Wundärzte, Apotheker und Hebammen.
t Unter dieses. Schema laſſen sich. alle Verhältnisse zwi-
chen Staat und Medizin, wie sie einmal beſtehen, bringen
und es dürfte auch für unsere Betrachtung voxliegenden Bu-
| ches die einzelnen Gegenſtände am zweckmäßigſten an ein-
. ander reihen, indem wir 1) von den, öffentlichen Anſtal-
u ten, die für die Kultur des medizinischen Studiums in un-
| erm Vaterlande beſtehen, reden, 2) von dem Medizinalperso-
_ nale, 3) von den Vorschriften für öffentliche Gesundheits-
pflege, 4) von den Vorſthriften für die Ausübung der ge-
| richtlichen Arzneikunde.
I. Was nunzuerſt diejenigen Verordn. betrifft, welche sich
mit den öffentlichen Anstalten für die Bil-
„dung junger Aerzte beschäftigen, so enthält unser
Yerk (v. S. 24-31) deren 8 abgedruckt, welche zunächst
Vorschriften über die von der medizinischen Fakultät in Kiel
vorzunehmenden Prüfungen und Promotionen geben. Es
iſt unverkennbar, daß diese Vorschriften für den jetzigen
Standpunkt der Wiſſenſchaft nicht mehr zureichen, es ſcheint

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