Full text: (Siebter Band)

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an die neue Landesherrschaft unmittelbar bevor. Es galt, 
. bei diesem Wechsel das eigne Schicksal utwihettufluh zu | 
§ beſtquren.. . wenn Compe, mit gewohnter Offenherzigkeit es ; 
nicht geſtanden hâtte, daß die. Wahl zwischen dem Uebertritt 
in die Dienſte der neuen Herrschaft, und der Anhänglichkeit 
'" an die alte, ihn einen ſchweren Kampf gékoſtet, so würde 
jeder, der ihn gekannt, es geahnet haben. Einen treuern | 
  
Hannoveraner, mit allen angebornen und anerzogenen Eio 
genthümlichkeiten der Provinz, gab es nicht. An Winken 
seiner Freunde, an zuverlässigen Aussichten auf sehr ehren- 
volle Anſtellung und Beförderung, im Fall er bei Hannover 
verbleiben wolle, mag es nicht gefehlt haben. Doch. zulezkt | 
entschied "bei dem alternden Manne die Anhänglichkeit an | 
Lauenburg , an seinen ihm lieb gewordenen gemüthlichen 
Wirkungskreis, an seine Gewohnheiten, die Furcht vor neuer 
Schule, durch die das zum Königreich erhobene, aus seinen . 
alten F"ge gerückte, mit neuem Zuwachs vermehrte Hannos | 
verſche Land in der Reorganisation zu gehen haben würdez 
auch wohl ein begründetes und seitdem völlig gerechtfertigtes. " 
Vertrauen zu der edlen Gesinnung des künftigen Landen. | 
herrn. Compe ging mit seinem Amt unter Dännemarks | ' 
Scepter über. Ein ſolches Vertrauen fand gerechte Anen 
kennung, und es iſt geſagt worden, daß ein solcher Beamer. 
: nicht die ſchlimmſte von den Erwwtröüügen dieses Tauſches 
ur E. des des Verſtorbenen sind Zeugen, daß er die 
? getroffene Wall nie. bereuet, vielmehr täglich neue Urſahe. 
Hefunden, sich zu derselben Glück zu wünſchen, wenn er 
Lauenburgs Verfaſsung, in der er lebte und webte, bis in 
ihre Einzelheiten auf das Sorgfältigſte geschont und geſchützt, 
' das Land, unter althergebrachter mäßiger Beſteuerung, in: ' 
  
der Mitte härter angeſtrengter Nachbarländer, schnell wieder 
aufblühen, durch. weiſe Verwaltung die Spuren des Krieges 
bald gänzlich vertilgt , sein eignes Verdienſt nicht nur an- 
 
	        
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