© 26
„Magazine nicht mehr nützen kann." Diese Vorstellungen J
bewirkten, daß die Lieferanten aufs neue mit. ansehnlichen
Summen unterſtützt, und zur Fortsetzung der Lieferungen
bewogen wurden. Als jedoch durch die immer zunehmenden
Bedürfniſſe die Landes. Caſſen aufs Aeußerſte erſchöpft, und
keine Mittel zur Herbeiſchaffung der nöthigen Gelder aus-
findig zu machen waren, erklärte das Miniſterium unterm
HUlten Januar 1814, daß man bei der Unmöglichkeit ansehns
liche Gelrsummen herbeizuſchaffen, damit beschäftigt sey, auf
eigne Rechnung.Magazine zu unterhalten, und aus den herrs
ſchaftlichen Kornböden zu füllen. Compe wandte alles auf,
„die Regierung zu überzeugen, daß durch diese Maaßregel der
Zweck keinesweges erreicht, und es unmöglich seyn würde,
ohne regelmäßige Lieferungen, Theurung und Hungersnoth
abzuwenden. Wie erklärter Feind des Papiergeldes er. auch .
war, so 'ſchlug er doch vor, eine halbe Million eines ſolchen
Zahlungsmittels, das wie eine jede Anleihe, als eine Bes
laſtung der Zukunft zu betrachten seyn werde, lieber in Um-
lauf zu setzen, als die Plünderung des Landes, die Auflösung
der Ordnung, den Rückzug des aliirten Heers herbeizufüha
. ren. „Die ſchrelichen Folgen ‘’ so schloß er auch diesmal,
werden Ew. géwiß bewegen, Mittel zu ergreifen, die von
„der Art sind, daß die Lieferanten beibehalten werden. Soll
udies nicht geschehen, so bitte ich unterthänig. mich ablöſen
„zu laſſen und zu erlauben, daß ich mich zurückziehen darf."
î Es gelang guch diesmal noch, so energischen Vorſtellun-
[ gen Eingang zu verschaffen, ohne zu dem vorgeschlagenen
| YWittel zu greifen. Es erfolgten, mit äußerſter Anstrengung


neue Geldanweiſungen ,, und die im März abgeſchloſſenen
Contracte wurden beſtätigt ; die Truppenverpflegung dauerte.
. auf dem bisherigen Fuße fort, und Compe hatte zu den
vielen Verdienſten um sein Vaterland das neue hinzugefügt,
'es durch seine. unerſchrockne Beharrlichkeit vor unabſehlichen
Elend bewahrt zu haben. !
_ Endlich verließ das Heriſihe Armees Corps Hamburg.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.