Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

altet: Gleisen trat, wie mit einem Zauberſchlag, die Ver- 
faſſung des Französiſchen Reichs mit ihren knappen Formen 
und: ihren Verwickelungen;. und Heuſchrecken gleich zogen 
über das Land die Zollbeamten, die Steuer-Einnehmer und 
die Erheber der Regiſtrirungs- und der Regie- Gebühren; 
den Gerichten, der Verwältung, ward ihr Mittelpunkt in 
Hamburg angewiesen, die Bezirke auseinander geriſſen, neue 
geſchaffen; Lrutabz:s hörte guf ein geſchloſſenes Land zu 
_ eyn. ( 
. . Da ſank Comp n Muth und Hoffnung die ihn bis- 
“her aufrecht erhalten; ~ wie sollte in der Verwirrung der 
neuen Organisation, neuer Behörden, seine Stimme gehört, 
wo ein Standpunkt für ihn gefunden werden? wo war ein 
Ende abzuſehn? 
. Schwarzenbeck war eine Französische Conjtlze geworden. 
: Man trug ihm, dem einzigen Notabeln, die Stelle des 
Maire an; viele lagen ihm an, sie anzunehmen, um dadurh | 
: mannigfa! lg nützlich zu werden. Aber Compe hatte Meno 
î_ ſchen und Dinge nicht umſonſt beobachtet; er wußte, der 
  
  
Franzöſiſche Maire in den Neuen Ländern sey nicht viel mehr 
als die unmittelbare Handhabe der Unterdrückung, gebunden 
zu allem Guten, der Willkühr der obern Behörden willens 
los dienſtbar, der-Schmerzträger der ganzen Beamten-Hierars 
î chie. Er- lehnte das gehäſſige Amt entschieden ab. Das eis . 
nes Friedensrichters, welches ihm wenigſtens eine amtliche 
Stellung und einen nüslichen,, wenn gleich unbedeutenden, 
Wirkungskreis. gab, nahm er an. Zum Maire ward ein in 
ieder Hinsicht \unbedeutendes Subject gemacht. Compe 
_ nahm ihn in sein Haus, in dem er, als Domainenpächtee . | 
. vorerſt gelaſſen worden, und an ſeinen Tiſch, und ſicherte 
—ich so einen nützlicheren Einfluß und eine unabhängigere 
Stellung. Um die Zufammensetung der Municipalität von 
Schwarzenbek zu bezeichnen mag es. genügen, zu sagen, daß. 
der, qllen Ereunden des Verſtorbenen se wabi hekannte, reds 
 
	        

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