. r 7 r
! . den erſten Dorfſchaften, .die fich verkoppeln ließen, dazu, alle
sehr ansehnlichen Vermessungs- und Eintheilungs-Koſten zu
kragen; ſie erließ die Abgaben auf 3 bis 4' Jahre. ſie ver-
theilte mitunter, wo die Feldmarken zu klein waren, ihren
HYanzen Forſtgrund; sie machte unaufkündbare Vorsſchüiſſe in .
bagrem Gelde, ſchenkte das Holz zu neuen Gebäuden: eiye
Um so lobenswerthere Mäßigung, da, nach dem im Herzog-
hum Lauenburg geltenden Meyerrecht, der Gutsherr voll-
kommener Eigenthümer des Bodens,. und der Bauer nur
Nutnießer iſt, erſterem auch das Recht, seine Bauern in
î andere Dörfer zu versetzen, verfaſſlungsmäßig zuſteht, und
landesherrlich im J. 1718 nur dahin beſchränkt iſt, daß die'
verselztten Bauern in Quantität und Qualität vollständig ent-
schädigt werden sollen. Doch bald bedurfte es dieser außer-"
ordentlichen Aufmunterungen yicht mehr. ~- Domainen-. und
Guts-Dorfſchaften baten von selbſt um ihrs Verkoppelung,
wobei ihnen noch immer die weſenilichſten Unterſtützungen
zu Theil wurden. Die trefflichſten Dorfs-Einrichtungen, rück-
" ſichtlih der Wege, der Befriedigungen, der Waſſerabzüge,
. und aller Commüne-Verhältnisſse, ſchloſſen sich der Verkopo.
yelung an; die Schuldienſte fanden ſich verbessert, alle Ser-
vituten aufgehoben, jeder Bauer in einen geſchloſſenen und.
î abgerundeten Beſitz eingewiesen. Compée's gründliche Kennt-
niß der bäuerlichen Verhältniſſe überhaupt, das lebhafte In-
kereſſe, das er an dem Wohl dieses Standes nahm, in dem
er den Kern des Staats erblickte, seine ſtrenge Gerechtigkeit, h ;
seine ausharrende Feſtigkeit, seine unermüdete Geduld, eig.
Heten ihn ganz vorzüglich zur Leitung dieser Arbeiten, deren.
unzählige ihm übertragen und von ihm mit Glück hinaus-.
' Heführt wurden. Ueber das Resultat derselben äußerte er. i
sich im J. 1812 am Schlusse eines, an eine Franzöſiſche.
Behörde erſtatteten Berichts, der wegen seiner. edeln Freen. I
müthigkeit und klaren Faſſung ihm zur höchſten Ehre ge-. Ö
reicht, folgendermaaßens:
.. „Eine Regierung, die ihr Glück barin. ſucht, wohthar .
Staatsb. Mag. Bd. vir. Heft 8 u. &. § ' « :

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.