“ B ..
_ ren Behörden die verwickeltſten Rechtsſtreitigkeiten aus allen
§ Theilen des Herzogthums zum Zweck einer gütlichen Ver-
einbarung Übertragen wurden, den er faſt nie verfehlte.
Unter die wichtigſien und gemeinnützigſten Geſschäfte,
denen der verſtorbene Etatsrath Compe sich damals mit dem
größten Eifer widmete, und um die er sich die größten
DVerdienſte erwarb, gehört die allgemeine Ausführung der


Verkoppelungen im Herzogthum Lauenburg, an deren erſtem
Gedeihen er, wie oben gesagt, bereits in Ratzeburg Theil
nahm und deren Vollendung~ er, mit Ausnahme weniger
Dörfer seines Amts, erlebt hat. Es begriff dieses Geſchäft
aicht etwa nur die Auseinandersetzung der Gemeinden mit |
der Landes- (Guts-) Herrſchaft hinsichtlich der Hut - und
Weidegerechtigkeit, und anderer Mitbenutzung der herrſchafto |


lichen Waldungen, und die damit verbundene Bildung ge- .
ſchloſsener Forſten einer- und Feldmartken andrerseits, sondern
es umfaßt auch, nach hannoverschen Verwaltungsgrundſäten
die noch ſchwierigere Aufgabe der möglichſt gleichen Verthejs | !
lung des Garten- Wiesen- und Ackerlandes, nach Maaß und
Güte, unter die Bauerhöfe gleichnamiger Größe in jedem
Dorf; und es war damit zugleich die Aufhebung aller Hofs
dienſte gegen ein geringes Dienſtgeld, und eine gleiche Se-
zung der so gleichgeſtelten Höfe verbunden, unter denen
früher, zum größten Nachtheil der Leiſtungen, die sie zu
tragen hatten, und der Leiſtenden ſelbſt, besonders in Kriegs-
zeiten, nicht selten ein ſehr bedeutendes Mißverhältniß ſtattfand..
Die Absicht der Regierung bei dieser Maaßregel war ſo
wohlwollend, als die Ausführung zweckmäßig und weise..
In einem Königl. Reſcript an die Cammer ward es gleich |-
anfangs ausgesprochen, daß es bei den Verkoppelungen nur
auf den Wohlſtand der Unterthanen, nicht auf Vermehrung
der Domainen-Einkünfte abgesehen sey. Dennoch fand die
Sache anfangs bei dem, jeder Neuerung abgeneigten Land-
mann große Schwierigkeiten. Da nun aller Zwang durch-
aus vermieden werden sollte, verſiand sich die Cammer bei

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.