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Der verdiente Geſchichtschreiber unsers Landes,, Chri-
ſtiani, hat in seiner Geschichte der Herzogth. Th. 1. p. 431
einen offenbaren Schreib- oder Druckfehler in Helmolds Er-
zählung (c. 62) von dem Einfall des Obotritiſchen Fürſten
Niklot in Wagrien im J. 4146 nicht bemerkt, was zur
Folge gehabt hat, daß ein Hauptumſtand in jener Geschichts-
erzählung ein ganz entſtelltes Ansehen erhalten; auch. iſt der
Sinn mehrerer Ausdrücke bei Helmold a. a. O. von ihm
nicht richtig gefaßt und manches ganz falsch wiedergegeben
. worden; und’ aus diesem Allen iſt eine ziemlich fehlerhafte
und verworrene Darſtelluig jener Begebenheit bei ihm her-
Q vorgegangen. Da Chriſtiani unser Hauptgeſchichtſchreiber
_ iſt, es auch noch lange bleiben wird, und in Vieler Häns
den iſt: so iſt es der Mühe werth, ihn, wo es nöthig thut,
zu berichtigen, und ich kann nicht glauben, daß dadurch der
dankbaren Achtung, die sein Andenken verdient, zu ‘nahe ges
kreten werde, zumal es leicht zu begreifen iſt, daß es über
die Kräfte eines Menſchen gehe, bei einem so umfassenden
Werke, als Chriſtiani geliefert hat, ununterbrochen mit gleis .
- hher Aufmerksamkeit und Umsicht zu verfahren. – Es fol-
_ gen hier also Berichtigungen zu der obgedachten Geschichts-

erzählung bei Chriſtiani, und zwar zuerſt diese, als Text,
und hierauf nach Anleitung der Zahlen meine Bemerkun-=
gen darüber.. z
_ . Mehrere Sächsische Fürſten, erzählt Hel mold, (c. 62.1)
rüſteten ein Heer aus. gegen den Obotrit. Fürſten Niklot,
der mit dem Holſt. Grafen Adolf verbündet war.. Als da=
her Niklot von jenen Rüſtungen Kunde erhielt, ließ er .
den Grafen an ihr Verbündniß erinnern und ihn bitten, ihm
Gelegenheit zu verschaffen, sich mit ihm zu unterreden uny
ſeinen Rath zu erfahren; allein der Graf lehnte den Ane
trag 1c. ab, Darüber zürnte Niklot; der Graf entſchul-
digte sich indeß mit den Verhältniſſen, und ließ jenen zue
Reich ersuchen, wie nun Chriſtiani weiter erzählt , „dem

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