.} d ! J
. Chen ihnen möglichſt zu verhüten. Allein dieß geschieht in
der Fundations- Urkunde des Herzogs Friedrich so wenig, daß
. in derſelben nicht einmal die geringſte Andeutung vorkömmt,
daß bereits ein Kloſter sich daſelbſt befinde!! ~ Wenn es
nun aber zu Unsinn führt, anzunehmen, daß in den er-
ſten Jahren nach der Reformation ein Bettelkloſter weibli-
chen Personals. eben so=wohl in Neumünſter. exiſtirt habe,
als ein solches in Plön vorhanden war: so folgt Kraft dex
deductio ad absurdum, daß in dem obigen Dokument
1- Neumünſter!" nur aus Versehen könne. geseit worden ſeyn.
.. 1 Es läßt ſich hier. noch eine Bemerkung machen und da-
durch die Sache weiter führen. Ohne. Zweifel exiſiirte näm-
lich das Kloſter der Auguſtinerinnen in Neustadt noch 1535;
denn nicht nur iſt von. einer so frühen Säkulariſation deſ-
ſ;elben durchaus. nichts bekannt,. sondern die Umftände laſ-
sen auch nicht erwarten, daß es ſchon damals jene Verän-
derung sollte erlitten haben. . Das Neuſtädter Kloſter ſtand
nämlich mit Plön und Neumünſter unter einem .und. dem- -
ſelben Landesherrn, dem Dänischen. -Könige,-- .und gehörte
zu dem nämlichen Orden, als das. Plöner. Nun finden
wir- daß. dieſes wenigſtens noch 1542 in- ſeiner Integrität
beſtand; ia noch 1560. wax in: Neumünſter ein Nonnenklo=
ſter in. der ſkandalöſeſten Aktivität. (1.2) Warum man. nun
äber mit der Aufhebung des Neuſtädter Kloſters. ſo sehr sollte
Heeilt haben, da man das verwandte Plöner,. ja sogar noch
' 1560 ein Kloſter in Neumünſter bei aller- seiner notoriſchen
Unregelmäßigkeit,. fortbeſtehen ließ, iſt nicht zu begreifen,
_ daher die Annahme,. daß jenes keinesweges vor 1535 ſäku=
lariſirt worden, durchaus . ſtatthaft iſt. Hiezu kömmt noch
Mm....
(11) ,, Wy gereten in Erfaring, wo dat in uuſem Jungfruen Cloſtev
. ko Nienünſter groter twyeſpalt und Unenigheit is, ~ wo dat
de ene uth dem Cloſter thyt, de andere doruth löpt ~ und
dat de Materſch (a oft by ju op de Mölen, als. in de Cloſter
. 0.1. '? Schreiben der Königin Sophie an den Bordesholmer
Probſt v. J. 1560. (W. U..p. 646 )......

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.