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wie von dem Plöner, Kloſter gesagt, ‘daß sie keine Güter ;
hätten, und die Kloſterjungfrauen sich mit ihren Händen er-
nähren müßten, welches eben in terihinis technicis et
euphemicis ſagen will, daß fe durch Hétteli fi ich ihren
Unterhalt erwarben. - ;
Nun finden wir aber, daß man uins Jahr 15323 damit
. umging, das. Plöner Bettelkloſter nach Neumk.nſter, wo
Angenommenermaaßen sich bereits ein Bettelkloſter befand,
zu versetzen, und daß der Herzog Friedrich diese Versetzung
begünſtigte und autorisirte. Dies iſt eine so unläugbare
Thatsache, als es nur irgend eine geben kann. (25): I es
aber nicht offenbar eine höchſt ungereimte und abentheuerliche
Idee, in einem gatz gewöhnlichen Dorſe! zwei Bettelklöſter, ;
und gar weiblichen ‘Personals ,' etabliren zu wollen? Ich
will nichts davon: sägen, welth“ eine ungeheuer läſtige Be-
{erung zwei Bettelklöſter für ein Dorf, wie Neumünſter
damals war, seyn müßten; auch nichts davon, wie ganz es
dem tollen Einfalle eines argen Spaßimachers gleiche, gleich-
sam eine ganze Heerde von bettelnden Jungfrauen an ei-
neni kleinen Orte zusammenhäufen“ zu wollen, zumal da es
ja. im ganzen Landé für das Plönev Kloſter, wenn es ein-
mal yerſcht werden ſollte und: mußte, "Pat hem sthägt:
dort. ~ vsm giftigſten Brodiieide etzéugt = ſich die fans
dalöſeſten Stenen ergeben würden ? – Wenn wir aber auch von
der Idee selbſt absehen; fo hätte doch der gemeinſte Men-
ſchenverſtand darauf fühten müſſen, durch gewiſſe Verfü-
gungen die Verhältniſse dieser Klöſter zu reguliren und durch
angemessene Beſiimmungen die allzuharten Reibungen zwis
co) 451ſte Urk. im Dipl. Neom. ; Wy. Frederik ~ betygen, dat wy .
günnen und vollborden in Crafft deſer Fundation, dat de Mo-
der in Plön in dem Süſterhuſe ~~ mit eren Süſtern anneh-
men eyne Stede in ~ Nenumünſter ~~ ein Cloſter ~ darſüle
. ves t. ho buwen de und ſo vele. Ackers to kopeude, dat ſe
; ſo vele Köls und Krade mögen upplantenneen.

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