haupten; wenigſtens iſt es. gewiß, daß ihn jene beiden Ki-
ſter nicht intereſſirten, da ,, man ihnen nicht ſchrieb“/, und
es konnte daher so wohl ihm, als dem, für den das Akten-
ſtück beſtimmt war, ganz gleichgültig seyn, ob eines dieſen ...'
Klöſter ſich in Neumünſter, öder in Neuſtadt befand. Da-
zu kömmt noch, daß überhaupt ein partieller Gleichlaut in
den Namen zweier Oerter, wie hier, (Neumünſter und
Neuſtadt ) besonders wenn man nicht recht Beſcheid weiß
und die Sache keine Wichtigkeit hat, sehr leicht eine Ver-
wechselung ‘des einen Orts mit dem andern veranlassen
kann. Es iſt mir sogar von einem wichtigen Falle ähnlicher
Art ein Beispiel zur Hand, das die vorliegende Sache sehr
erläutert, und dem daher hier eine Stelle gegönnt werden darf.
î In Molers Nachricht von. dem Geſchlechte derer von
Ahlefeld finden fich nämlich p. 257 folgende Worte: „Da
das Gut Haseldorf in der Designation der Lehngüter, die
| auf höchſten Befehl der Ritterschaft behändigt ward, mik
angeführt ward; ſo beschwerte Detlev v. Ahlefeld sich
darüber, daß man es mit der qualitate Feudali bebürden
wolite. Der Geheimr. v. Korbitz antwortete ihm aber,
daß in der Abſchrift gedachter Designation ein error scri<
bentis vorgegangen, indem Haſſ eldorf füt Haſſelburg
gesetzt worden. ~ | j i !
Nachdem ich nun, wie ich glaube, es hinlänglich klar
gemacht habe, wie leicht ein Irrthum oder eine Verwechſen.
lung in dem vorliegenden Falle habe Statt finden könnenz
so soll nun auch gezeigt werden, daß diese Verwechſelung:
auch als wirklich geschehen angenommen werden müſſe.
Das Plöner Kloſter war ohne allen Zweifel ein Bet.
telkloſter; denn nicht nur heißt es in der Urkunde des Herz.
Friedrich (W. II. p. 555.) von den Noùnen dieſes Klo-
ſters ausdrücklich, daß sie Gott dieneten „„in reiner Armoth-
. nichts egens hebbende--; sondern es kommen in dieſer Urk. auch:
mehrere Beſtimmungen vor, die klar darauf hinweiſen, das .

die Plöner Auguſtinerinnen vom Betteln Profeſfion machten.
U ;.:

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