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Provisores euriae hatten, (5). und es alſo tu hiezu. keis
nes Nebenkloſters bedurft habe.
2. Man hätte offenbar höchſt thöricht gehanbelt, wenn man
in Neumünſter ein Nebenkloſter zurückgelaſſen hätte. Denn
alle, die Versetzung des Kloſter betreffenden, Urkunden sagen
aus, daß das Noumünſterſche Kloſter wegen seiner Lage an
der großen Landſtraße vielfältigem Ueberlaufe, mannigfachen
Beläſtigungen , Insulten und Beunruhigungen ausgesezt -
sey, und daß man eben „propter ineplitudinem loci“’ eine
Versetzung anderswohin wünsche und erbitte. Ließ man nun
. aber in Neumünſter ein Nebenkloſter zurück, so entging man
den Ubbeln doch nicht; denn die Beläſtigungen c. trafen
_ doch das Nebenkloſter, und da dieses ein Theil vom Haupt-
Floſter war, so gut, wie unmittelbar dieses selbſt. Man
tvollte alſo den Uebeln, worüber man klagte, entgehen, konnte
ihnen buch entgehen, und doch blieb man freiwillig und: ohne
'zu Zweck ihnen ausgesetzt.
s. Jn einem Visitatorial-Bericht v. J. 1400 (VV.]TI. p. 303.)
Über den statum monasterii Bordesholmensis wird an-
gegeben, daß das Kloſter aus 15 Mönchen beſtanden habe,
davon sich aber drei auswärts aufgehalten, einer nämlich als “f
Pfarrer in Kiel, ein zweiter als solcher in Flintbeck und ein
' dritter in gleicher Qualität in Neumünſter. Wenn aber sich
In Neumütſter ein Nebenkloſter befand, ſo gehörten die dor- -
tigen Mönche so gut, wie jene drei Prieſter, mit. zum Kon-
Vent; denn da ihr angebliches Kloſter ein. Nebenkloſter war:
so zuschten sie für sich keinen Konvent aus. Woher nun
‘aber das tiefe Stillſchweigen in jenem Viſsitatorial-Berichte
'von den Mönchen im angeblichen Nebenkloſter, da doch der j
drei auswärts reſidirenden Prieſter Erwähnung geschieht. .
4. Mit dem „Kloſter ſtand es in finanzieller Hinsicht damals,
gts die Verlegung veſelben vorgenommen wurde, wie ut: ;
) € So hatte das seumiuſterſihe KRloſter einen ! proxis: soren eure
in Bredenberge.

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