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Angebliche Bettelklöſter, die aber nicht eriſtirt haben.
.4. in Sonderburg.
Nach Pontoppidan (Atlas VII. p. 428) und h du: |
sen (St. B. p. 360) soll in Sonderburg ein Bettelkloſter
gewesen und aus diesem das gegenwärtige St. Jürgens
Hoſpital entſtanden seyn. Allein es war ſchon lange vor
der Reformation in Sonderburg ein Hospital, denn Herzog
Adolf beſtätigte im J. 1437 den Auſſätzigen (Leprosis)
daſelbſt ihve Privilegien; (Pont. a. a. O.) daß aber die Ie
Prosi in Sonderburg als Inviduen keine Privilegien ge-
habt, sondern diese einer Stiftung zu ihrem Beſten und ein
Gebäude, worin jene sich aufhielten, müſſen gegolten haben,
verſteht sich ohne Zweifel von selbſt. Bekanntlich waren
aber die Hospitäler und Armenhäuſer dem Heil. Georg oder
St. Jürgen gewidmet, und faſt jede Stadt in den Herzogs
thümern hat ein Hospital unter dem Namen St. Jürgens-
Haus (St. Jürgens -Kloſter) mit einer St. Jürgens Ka-
! pelle gehabt. Nun war schon im I. 1400 eine St. Jür-
gens Kapelle in Sonderburg; denn ein Knappe Namens
Peter Stödt ſtiftete damals eine Vikarie in der „ St.
Jürgens Kapelle '! daſselbſt. Sollen wir nun diese Ka-
pelle in einem dortigen Kloſter suchen, von dem wir durch- ;
aus nichts wiſſen, oder in cinem Hoſpitale, das zuyer-
läßig dort vorhanden war; das kann wohl keine Frage
ſeynz allein dann iſt auch kein Grund vorhanden, anzuneh-
men, daß das Sonderburger St. Iürgens- Hoſpital aus eis
nem Kloſter entſtanden sey, da ein St. Jürgens- „Hoſpital
con im I. 1400 daſelbſt eriſtirte. ; Ess ;
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ker in Reumünſter zutükgeblieben ſey, daß aufaugs von eiui-
gen Mönchen, nachher von Mötchen und Noùnen zugleich un-
ter einem Dache, zuleßt aber von Nonnen allein bis zur Re-
_ formation bewohut worden sey. Gegen diese Ansicht werde ih
mnir indeß iu einem andern Aufsatze einige Einwendungen er-
.. Jauben. ;


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