Syssel im Gegensatze gegen die 4 in Norder-Fütland be-
legenen Syſſel der Ripenſchen Diöcese. Dieser Name be-
zeichnet daher durchaus keinen politischen sondern blos einen
kirchlichen Bezirk. Im Untkreiſe deſſelben lag auch die -
Stadt Riepen selbſt, scheint aber nicht mit dazu gerechnet
worden zu seyn, wie sie denn auch nie zum Herzogthum
Schleswig gehört hat, und daher auch hier nicht in Betracht
kommt.. ; :
I. In dieſem Süder-JütlandeSyſſel kam, mit Ausnahme
der beiden nördlichſten Harden, dem Archidiaconus des
Ripenſchen Capitels die geiſtliche Jurisdiction zu, Schon " .
1171 kommt ein Archidiaconus Waltherus als Praeposilus
in Synder-Borceh vor (Chron. Ripens. I. c. P. 189,)
was wohl Süder- Jütland Syſsel bezeichnen wird. *) Die
Reihenfolge der Archidiaconen, indessen lange nicht voll-
ſtändig, hat Terpager Pp. 151. Der Propſtei waren die
beiden Kirchen Bröns und Emmerlef incorporirt, so daß die
Pfarrer derselben, (selbſt noch nach der Reformation in Em-
merlef), nur Vice - Rectores, waren, und Vicarii des
Archidiaconus als eigentlichen Rectoris- ecclesiae. Außer-
dem hatte noch der Archidiaconus als Propſt von jeder Kirhen
seines Diſtrictes ein gewiſſes für die Visitation. Ein Ver-
zeichniß der zum Archidiaconat, oder Syder- Jütland-Syſſel :
gehörigen Kirchen habe ich nicht gefunden. T'erpager ſagt
P- 148 der Archidiaconus habe 36 Kirchen in seiner Proel.
ſtei gehabt, und es scheint, als habe er ſie nahmhaft machen
wollen; nachdem er aber 4 Kirchen in Loeharde genannt,
bricht er ab. Doch läßt sich die Zahl der Kirchen in diesem
Diſtrict ziemlich zuſammen bringen wenn man zu den 36
noch jetzt vorhandenen, die alle aus katholiſchen Zeiten ſind,
diejenigen hinzurechnét, welche nach vorhandenen Nachrichten
um die Zeit der Reformation eingingen. ist:
; *) So heißt auch ein Kirchſpiel zwiſchen Watde uud Ringküöbing.
Dän, Atlas w., 739. Könnte dieses nicht rutit seyn?



Staatsb, Mag. Bd. vx1. Heſt. 4. ; t‘.
PD . I . , , (

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