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im Kloſter wohnen.. Im J. 1536. ereignete sich aber. ein
Vorfall, welcher der Möncherei : im Kloſter „„den Garaus
machte.! Als nämlich in diesem Jahre ein junger Menſch
einen andern meuchelmörderiſcher Weise erſtochen und ſich
ins Kloſter retirirt hatte, wollten die Mönche den Miſſethä-
ter auf geschehene ‘Requisition nicht ausliefern, sondern nach
alter Freiheit schüßen, Wie dieses aber bek1nnt wurde, ward
der gemeine: Mann auf die Mönche erbittert, jagte sie ſammt
1 dem geschützten Mörder mit Gewalt aus dem Kloſter, und.
] „machte sich mit. den vielen vorgefundenen. Viktualien und.
î Getränken luſtig. Die Mönche, die damals ſich im Klos=
. ſter. befanden, hießen: Johann: Namanni, Lütke Namanni,
Peter Winter, Klaus Peterſen, Hans Feddersen, Thomas.
Finke, Marten Michelſen, Meſter (magister) Hans Schmidt:
und Marquard Haiſen. ~ . 9 ww
„Heldvader, der ums J. 1620 schrieb, berichtet, daß
„vor kurzen Jahren‘’ das Kloſter zerſtört und die ſchöne
] Kirche herunter geriſſen worden sey, und zwar ſoll. dieſes ges.
f.): schehen seyn, als Heinrich Ranzau Königl. Holſteiniſcher-
Statthalter war. Dieser bekleidete aber wenigſtens 1550.
dieſe Würde, noch nicht, und jene Zerſtörung müßte also erſt. .
eine beträchtliche Seit nach der Säkularisation des Kloſters.
Statt gefunden haben. So viel iſt gewiß, daß das Kloſter
| bis 1563 entweder als Armenhaus gar nicht gebraucht wurde,.
Oder doch, als solches, wenig -zu. bedeuten hatte; denn das.
Rloſter hatte, wie Cläden q,. a. O. bemerkt, wenige ſtehende-
Einkünfte und bot alſo zur Unterhaltung der Armen nichts.
. von Bedeutung dar. Daher. ward 1551 auf Befehl Chrise,
ſtians III. in der Heil. Geiſt - Kirche („H. Geeſts Karck-)
ein Armenhaus errichtet, und der König schenkte demselben
nalle des Hel. Geeſtes und Sunte Jürgens Lanſten mit al-
ler Herrlichkeit, mit Pachten, Holtingen“ t.; diese Stiftung -
ward aber 1563 auf Befehl Friedrichs Il. mit allen Gü-
„ kern ius graue Kloſter verſebt. Auf dem Kloſter- Kirchhofe ward
„einige Jahre daraus das Namanniſche Schulgebäude errichtet.



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