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... In der erſten Zeit schied ein leerer Platz das Kloſter,
das überall mit einer Mauer umſchloſſen war, von der Stadt;
wahrſcheinlich verwahrte auch „noch eine andere Mauer, als
die auf dem Südermarkt jetzt dahin geht,. den Eingang dess
ſelben‘. Die Einfahrt dazu ward, „„wie noch die große
Pforte vom Südermarkt ergiebt", zur Nachtzeit ,mit gros
ßen Thüren““ so wie die Ausfahrt nach der rothen Straße
„„verſchloſſen“. Als. die Stadt durch eine Ringmarer befe=
ſtiget ward, wurde diese auch ums Kloſter fortgeführt.. das
her die Mönche in Betracht ihrer Gebäude „„nach dem das
maligen Stadtgebrauche ‘“ auch einen Theil der Stadtmauer
unterhalten mußten, wovon es im Flensb. Erdbuche heißt:
de grauen Brödere hebben 2 Stück Muren danegſt vor.
dem Gange.’ Das. Kloſter hatte „„den herrlichen- Mön=«
chentoft, den Baumhof,. den Mühlenſtrom und den Mühlen-
teich, „„alſo die angenehmſte Lage der Stadtfelder auf dem
Rücken, © (21)
ieſes Kloſter hatte ohne Zweifel liegende Gründe; denn
im J. 1492 verkaufte der Guardian deſſelben, Nikolaus
Smyter, und ganzer Konvent an die Königin Dorothea
„Stowgaard '’ auf Sundewitt; der Mönchentoft gehört gleich-
falls dem Kloſter. Einiges Kapital haben die Mönche auch
gehabt; denn im Stadt - Protokoll wird beim J. 1508 eis
nes Hauſes gedacht, in welchem unserer lieben Frauen Al-
tar im grauen Kloſter 20 Mk. hatte.. Eine stehende Ein-
nahme gaben ihnen die Seelenmeſſen, die faſt alle Aemter
und Gilden der Stadt nach ihren Statuten an bestimmten
Tagen des Jahrs im grauen Kloſter halten ließen; so heißt
es z. B. in den Artikeln der Maler: Des anden Daghes
na St. Lucas ſchôölen Brödre und Süſtere tho dem Kloſter
ghan, ~ dar schall man Brödere und Süſtere (nämlich die ver-
. ſtorbenen) begahn mit Zelenmyſſen und dar offern. .
auch bei, läßt aber das Kloſter durch den obengenannten Dto-
21) zw Ansehung seiner Einkünfte ſehr verbeſſert werden.
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