Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
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4. Mk., Rudolph Olde, oonsul, seinen Schimmel, („„equum 
„meum griseum'+) Johann Wandſcherer seinen beſten Rock, 
(„ meliorem. meam togam't) Schuſter Marquard 20 Mk. ac. 
. Es gab auch bedeutendere Geschenke; so vermachte z. B. 
ein Ritter von Ahlefeld dem Kloſter 100 Mk., wofür in 
der Kloſter Kirche. beim Altare .des heil. Kreuzes. siglich 
eine Meſſe gesungen werden sollte. - 
Noch auf eine andere Weiſe kamen die Todesfälle. der 
wohlhabenden Einwohner Kiels sehr häufi ig dem Klaſter zu 
„Gute; denn diese verfügten oft, daß sie nach ihrem CM ; 
auf dem Kloſter - Kirchhofe begraben werden wollten, und 
das Kloſter hob dann für's Begräbniß die Gebühren. Dieſer 
Vorzug, den man dem Kloſter - Kirchhofe gab, veranlaßte aber ' 
eine langwierige. Streitigkeit zwischen den Pfarrherrn zu St, 
„Nikolai (19) und dem Kloſter ;. denn der Pfarrherr verlangte 
im ohigen . Falle den vierten Theil. der Leichengebühren 
(quartam pirtem funeralium). Zu dieser Theilung wollte 
ich indeß das Kloſter nicht verſtehen. Hierüber war ſchon 
früher: mehrmals verhandelt worden, als im J. 1371 auf diese 
Veranlassung eine Zusammenkunft des Probſten und einiger . 
Domherren des Bord. Konv. einerseits, und anderseits ver- 
. . ſciedener Minoritenbrüder im Refektorium des Kieler Klos 
| sters Statt fand. Die Bordesholmer erneuerten hier ihre 
Forderung und bewiesen die kanoniſche Rechtlichkeit dersel- 
benz die Minoriten lehnten aber die alsbaldige Abgebung . 
einer, beſtimmten Erklärung aus dem Grunde ab, weil 
Guardian und. Lektor des Kloſters abwesend wären, mit 
welchen sie ſich doch vorher hierüber besprechen müßten, erboten 
sich aber nach einiger Zeit Antwort zu ertheilen. Diese muß 
. äindeß nicht der Ansicht der Bordesholmer entsprochen haben; 
denn wir lesen, daß diese im J. 1425 in dieser Angelegen- 
_  (19). Oder vielmehr wit dem Konvent in Bordesholm; denn dieſer 
war Patron der Nikolai Kirche uud besetzte den . Dienſt mit 
einem von den Seinigen, der die Einnahme des Dienſtes nicht 
: erhielt, ſondern ſie an det Konvent abgeben mußte. : 
 
	        
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