Full text: (Siebter Band)

M . . 
denti offenbar iſt der östliche Strom aus der Finniſchen Bucht 
durch eine Richtung gegen Süden modificirt. Glücklicher- 
weiſe haben wir deutliche Beweiſe von der. furchtbaren Ge- 
: walt, mit welcher der vereinigte Strom gegen Hland und 
Gottland anſtrömte, das dortige Uebergangsgebirge großen- 
theils zerſtörte und die Ueberreſte bis nach Bornholm fort- 
führte. Die Nordoſtküſte dieser Inſel beſteht nämlich nur 
aus Granit « Grus, allein sie iſt 'bis zu einer Höhe von 
. 250 Fuß über dem jetzigen Stande des Meeres, bedeckt mit 
einem fetten Lehm, in dem unzählige Bruchſtücke von Ueber- 
gangsſchiefer, Sandſtein uno Kalkſtein, wie sie jetzt noch auf 
Gottland und Hland feſtſtehend ſind, eingebettet ſind. Höher 
hinauf finden sie ſich nicht, und nicht eher auf der Weſtküſte, 
als bis man dort das feſte Uebergangsgebirge betritt. Unwi- 
derleglich zeugen sie von einer von Oſten kommenden Waſ- 
ſerwelle, die in ihren zerſtörenden Wirkungen sich an dem 
feſten Urfels brach; mögen. auch die Bruchſtücke vielleicht von 
: einer näher bei Bornholm gelegenen, gänzlich zerſtörten Ueber- 
gangsbildung herrühren. . L 
Der Strom ſcheint zwiſchen Gottland und Bornholm 
„wieder eine mehr weſtliche Richtung bekommen zu haben, 
wie die große Bucht von Chriſtiansſtadt in Schonen anzu- 
deuten ſcheint, und der tiefe Sund zwischen Bornholm und 
Schonen, durch welchen wohl der Hauptſtrom sich über das 
RKreideplateau ergoß, von dem wir noch die Ueberreſte auf 
Bornholm. in Schonen, Stevensklint und Saltholm finden. 
Dieſe weſtliche Richtung kann man ſich recht wohl durch ei- 
nen Rückſtrom von der Danziger Bucht erklären, der eitte 
. diagonale Richtung hervorbringen mußte, und es iſt nicht 
. grade wahrſcheinlich, daß jene Fluth ein Urgebirge zwischen 
Bornholm und Schonen durchbrach, denn dieſe ſüdlichſten 
Seitenketten kommen gar häufig in eitzelnen ursprünglich 
- kuppenförmigen Maſſen vor. ; SEGA 
Werfen wir nun einen Blick auf die geognoſtiſche VW- 
 ſchaffenheit des Landes weſtlich von Bornholm. Die eigent- 
  
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