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von Sr. Excellenz, dem Herrn Grafen von Saldern und den
übrigen zum Empfange der Königl. Herrſchaft gewöhnlich erfor-
derlichen vornehmen Perſonen, auch von dem Herrn Canzler
Cramer und von einer beträchtlichen Zahl der hieſelbſt Stu-
direnden, die in rother Uniform in einem glänzenden Aufzuge * ;
.. voraufcitten. Der übrigen feyerlichen Begleitung hier nicht
zu gedenken. In dem Gräflich :- Saldernschen Hotel, (jetzt

der Gräfin von Holſtein zugehörig) - worin S. K. Hoheit
abzutreten geruhten, war, zu Höchſtdero Empfange, mit’ allen
übrigen Rangs- und Standespersonen, das Corpus; Akademi: .
eum, verſammlet und hatte die Ehre vorgeſtellet zu werden.
Noch an demſelben Abend wurde nebſt dem Herrn Canzler
Cramer auch der zeitige Prorector , Herr Prof. Cramer, wie
an dem folgenden verschiedene Mitglieder des akademischen
Senats zur Tafel gezogen. Am folgenden Sonntage früh
geruhten Se. Königl. Hoheit verschiedene öffentliche : Anſtalten
und Einrichtungen, wie auch die öffenelichen Promenaden zu
besehen. Um zehn Uhr wohnten Sie dem Gottesdienſte in ;
der Schloßkirche bey, ' woſelbſt der Herr Profeſſor Doctor -
Eckermann über die Pflicht der chriſtlichen Vaterlandsliebe pre-
digte, Nach Endigung des Gottesdienstes begaben Sich Höchſts
dieselben in die Univerſitätsbibliothek, erlaubten dem Herrn
Juſtizrath und Prof. Chriſtiani, als Bibliochekar, Ihnen dis.
ganze Einrichtung und Beſchaffenheit der durch die Gnade
Sr. Majeſtät des Königs und des ganzen Königl. Hauses so sehr
vermehrten Univerſicäcsbibliothek, und zugleich die Wünſche der
Univerſität zur fernern Vervollkommnung derselben unterthän .
nigſt vorzutragen, auch aus den Schätzen der Universitäts-
bibliothek das beträchtlichſte, so viel es die Zeit erlaubte, vor-
zuzeigen, welches alles Se. Königliche Hoheit mit dem gnä-

digſten Wohlgefallen aufzunehmen geruhten. Von der Bibli-
‘othek begaben Sie Sich in den größern Hörſaal der Univenr. .
ſirät, woſelbſt Sie von dem Herrn Prorector und dem ganzen
) akademischen Senate ehrerbietigſt empfangen und cinzefähre
[ wurden, und die Gnade hatten, bey der Feyertichkeit gegen: -
wärtig zu seyn, womit Herr Prof. Weber, als itziger Dechant
der mediciniſchen Facultät, zween geſchickken Candidaten, Herrn
Kerſtens, einem Sohne unsers Herrn Prof. Kerſtens, und
Herrn Niemann aus Aitona die höchſte Würde in der Arze-
neygelehrſamkeit und Chirurgie ertheilte. Indem der erhabene
Prinz forcfuhr, alle öffentlichen Anſtalten zu beſehen, würdigte
Er auch den öffentlichen Freytiſch, an welchem eben die an
dieser Wohlthat theilnehmenden Studirenden ſich zur gewöhnli-
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M . t sf

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