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und Herkommen;, z: B. die hohe Jagd, Freiheit von Ks-
niglichen Hoſfuhren, Patrimonialjurisdiction, befreiter Gerichts.
ſtand, das ehemalige Recht der Landſtandſchaft, erweiß lich
und klar entzogen sind. In diesem mit allgemeinen
Rechtsbegriffen volllommen harmonirenden Geiſt iſt auch die
actirte unter, dem 25. Auguſt 1818 erlaſſene Beſtätigung der
Privilegien erfolgt. Die in dieser Confirmation von 1818 an-
î gehängte Clauſel ,, insofern nicht durch spätere Verfügungen .
Abänderungsn getroffen ſind, odex durch allgemeine Anord-
nungen in Zukunft getroffen werden mögten‘’, ertheilt keines-
wegs dem Beamten,. der nur das Organ des Geſetzes
iſt, die unumſchränkte Befugniß, über die Dauer und den
Umfang der Allerhöchſt ertheilten Privilegien und der daraus.
fließenden wohlerworbenen Rechte nach Gutdünken zu verfü-
gen. Aus dieſem Grunde erschienen bereits früher z. B. in
der act. Reſolution vom 17. Sept. 1647, vom 26. Oct. 1648
und in dem Beſcheide vom 2. Jan. 1665 nachdrückliche Verr-
bote gegen willkührliche Beschränkungen und Eingriffe der da-
maligen Behörden in die von der Regierung ertheilten Vor-
rechte. Hatten zu jener Zeit die Behörden kein Recht, die
Erben und Besitzer der privilegirten Grundſtücke mit Wagen-
. fuhren, Amtsanlagen, Contributionen, Jagdfolge ic. 1. zu be-
läſtigen, so wird doch jetzt kein rechtlicher Grund vorhanden








ſeyn, die gegenwärtigen Besitzer der befreieten Grundſtücke,
Franz Albrecht Hinrichſen und Peter Boyſen, gleich
andern Amtsuntergehörigen zu den Ametsanlagen anzuſetzen.
Wiederhohlte und bis auf die jüngſte Zeit erfolgte Confirma-
tionen schützen ſie in dem Beſitz der durch das Verdienſt ih-
.. res Stammvaters erworbenen Privilegien conf. Conf. vom !
31. Oct. 1699, vom 25. Aug. 1818. Kein Verzicht, kin. I
Nichtgebrauch, kein Wiederruf der Regierung hat ſie des Rechts
der Freiheit von allen gewöhnlichen Laſten und Abgaben be-
raubt. Für ſte spricht. das Recht und ſelbſt der Beſitſtand.
. . Die in der angeführten Confirmation von 1818 oben bereits
angezogene Clauſel bezieht ſich theils auf die in den voran-
auſcetoes Confirmationen enthaltenen Beſchränkungen des ut-
sprünglich 1488 von dem König J ohaun ertheilten Privile--
gi, z. B. die Sr. Majeſtät ſelbſt und Ihrem Gefolge zu
î leiſtenden Fuhren, Resol. vom 47. Sept. 1647, das Verbot

Hochwild zu fällen, Reſol. vom 8. Nov. 1649, ſtehe auch die
cit. Confirmation vom 34. Oct. 1699; theils auf Zeit: nnd
zweckgemäße allg.em ei ne Anordnungen. welche die Regierung
in Zukunft treffen möchte. Daß kein Beamte hiegegen : han-
deln darf, bedarf wohl keiner Ausführung. .
Staatsb. Mag. Bd. vrt. Heft 2. '82








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