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j Beantwortung der aufgensriten Fragen gutt
ad 1. I| Jens Tho mssen vom 'Känige. Jehan
wirklich iù den Adelſtand erhoben, und dieser Adel auf Peter
Boyſen vererbt? Diese Frage muß wohl verneint werden,
Schon in den älteſten Zeiten machte ſich der freie deut:
' ſc Schlacht kennbar. Das theure und hochgehaltene Gut,. den
Schild mit allen darauf befindlichen Zeichen und Sinnbildern,
empfing der rüſtige kampfluſtige Sohn aus der Hand des Grei-
ſes. , : Schild und Schildzeichen waren charakteriſtiſche Merk-
male des Stammes. Später besonders unterschieden ſich der
gemeine Krieger, welcher zu Fuß diente, und der reiſige Knecht
durch Farbe, gefärbte Kleider und Feldzeichen der Stadt und des-
Herrn, dem ſie gehörten. Der ganz geharniſschte Ritter machte
ſich durch Farben und Figuren auf seinem Schilde und Helme
kennbar. Daher der Ausdruck Wappen, Wappengenoß, zu
Helm und Schild geboren ). Waffen, Wappen, arma, ar-
mes, insignia, ſindalſo ihrem Ursprung nach eine auszeichnende
Rüſtung, an der man im Heere einen Gewaſfneten erkannte,
oder willkührlich angenommene Unterſcheidungszeichen, die an
Kleidung, Schild und Helm angebracht, und nicht selten in
dor Folge der Zeit aus mancherlei Ursachen verändert wurs
den 2), zumal nachdem die Wappen bei dem hohen Adel ein
Zeichen der Beſizungen geworden waren. Der Gebrauch erbe
licher Wappen mag sehr früh ſtattgefunden haben; ſeit den
Kreuzzügen bildet sich indeß das Inſtitut der erblichen Wappo
pen bei Ritterbürtigen immer mehr und mehr aus, ſo daß
der Gebrauch derselben im 43ten Jahrhundert bei dem Adel,
und. Ritterſtand als allgemein angesehen wird ). Die Dasti
Limpurgenses ad a. 1150 enthalten die Bemerkung: „dann.
selbige Schild und Helm ~ beſtehen ~ in ehelicher Geburt.
und frommer guter Herkunft adetiigen Stammes. Das hat.
seinen Anfang in hello contra Saracenes, und ums Jahr
1130 seinen vdligen Schwung ‘bekommen, und den Brauch
bis daher erhalten‘. Der Sitte, ſich geharniſcht in voller.
ſtung zu Pferde mit vorgewandtem Schilde und den Em-
blemen der Würde, Fahne und Schwerdt, in Siegeln und t
_ 1) Haktaus Glossarium. Schwäb. Lehnrecht cap, 21. Schwäb. L. R.
Art. 311, 288. Sachs. Spieg. B. UI Art. 21. Kaiſ. R. II. 27.
D Eich ho r n Rechtsgeſchichte 0. 841. K o pp Bilder und Schriften /
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