Full text: (Siebter Band)

eine dritte Inſtanz vorhanden ſeyn müsse, 2) war für bas 
Herzogthum Lauenburg nur Beſtätigung, eines bereits vors 
han denen Rechrszuſtandes, und, um ihn ingekrinkerzu er-; 
halten, sub ſtiru ir te das Königliche Patent d. J. Kopenhä- 
‘gen den 6. December 1845 (wegen Uebertragung des Herzogs 
thumes Lauenburg auf die Krone Dännemark, welches am 27. 
Iulius 1816 im Lauenburgſchen publicirt ward) dem bis da- 
hin competent gewesenen Celleſchen Ober- Appelltions: Gerichte, 
das Königliche Ober:Gericht in Glückſtadtre © ê . 
Hatte die Königliche Verſicherungsacte von demſelben Ta- 
ge den Rechtszuſtand im Lauenburgschen unbeſchränket ben 
ſtätiget, ſo würde selbiger leicht haben gefährdet werden 
können, wenn bei den Lauenburgſchen Sachen, von dem nune 
mehrigen Ober-Gerichte seine Proceßordnung befolgt wäre, 
indem manche Ungewißheit darüber hätte entſtehen können, 
was in dieser Proc. ßordnung bloß zu den Förmlichkeiten 
des. Verfahrens gehöre. Auf der andern Seite konnte aber 
auch nicht. füglich die Celleſche Ober-Appellations.Gerichtsordr 
kurz hw: beſcwr uud u H r cc. le; 
Beſcheid des Holſteine Lauenburgſchen Obergerichies d. d, 
Glückſtadt den 30. November 4818, welcher in den wesent: 
“ âlichſten Punkten das früher beim Celleſchen Ober-:Appellations- 
  
Gerichte ſtatt gehabten Verfahren beibehielt. Es. iſt inzwischen 
in dieser bloß oberrichterlichen Anordnung der Fall nicht be- 
rühret worden, für welchen die Reichsgeſsetze die Revision als 
ein Recht zugeſtanden hatten, welcher einen Theil des frühes 
ren Lauenburgſchen Rechtszuſtandes ausmachte, und für die 
Mitglieder der Ritter: und Landschaft, so wie die übrigen in 
erſter Inſtanz sofort bei den oberen Landesgerichten zu belan- 
  
genden Personen von der größten Wichtigkeit ſern mußte, weill ' ; 
fie ſonſt der dritten Inſtanz in Folge der neuen Subſtitu- 
irung des höchſten Gerichtes bei nichr geringfügigen Sachen 
entbehret haben würden. Auch die Verordnung wegen Abkürs 
zung des Proceßganges im Herzogthume Lauenburg d. d. Kopens . 
_ hagen den. 22. März 41825, läßt jenen Fall unberührec. 
Von dem Gesichtspunkte ausgehend, daß der bis zum Jahre 
1816 ſtatt gehabte Rechtszuſtand in dieser Hinſicht niche 
als eine Folge des dem Celleſchen Ober- Appellations : Gerichte 
vorgeſchrieben gewesenen Verfahrens, sondern vielmehr ewe. 
Vuze zue e trust reteltugrutn. 
ICS ; 
  
 
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.