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werden konnten (Schwabſtedter Buch 1. e.) 46) Jeder pree-
positus nun hatte in seinem Bezirk die kirch.. He Jurisdic-
: tion, mit Ausnahme der dem Biſchof vorbehaltenen Fälle,
- konnte ſuſpendiren, excommuniciren u. ſ. iv. Namentlich ge-
hörte auch das Visitationsrecht hieher, wie denn auch. dem
Propſten von jeder Kirche ſeines. Sprengels die herkömm- '
lichzn Visitationsgebühren gereicht wurden. – So war nun
die ganze Schleswigſche Diöceſe folgendermaaßen in sieben
Propſteien vertheilt, denen sechs Pröpſte vorſtanden, (indem
der præœpositus capituli, außer seinem Amte als solcher,
noch zwei Propſteibezirke zu verwalten hatte.)
I. Die praepositura major war mit dem Amte des
Dompropſten verknüpft (Registr. cap. bei Pontopp. I. c.
p- 189). Zu dieser Propſtei gehörte der Landstrich zwiſchen -
der. Schley und Eyder, die beiden friesiſchen Harden von
, Iſtathe-Syſſel, und die Lundenberger Harde, die ſonſt zu
Nordſtrand gerechnet wurde, aber vermuthlich diefer Prop-
.. ſſtei- einverleibt war, weil sie ſchon sehr frühe (1218 wie
Heimreich meint) größtentheils von Nordſtrand durch eine
große Ueberſchwemmung war abgeriſſen worden. Der Propſt i
erhielt von jeder Kirche 4 Mk. Lübſch, von jeder Kapelle
H ßl. an Visi itationsgebühren. Nach dem Schwabſtedter '
Buch waren 1523, alſo am Schluſse dieser Perioden
1) inter Slyam et Eydoram, 20 Kirchen; ;
(. 2)"in Südergoosharde, Schwabſtedt mitgerechnet, 8;
3) in Nordergooshare, 8; 1:25
. 46) es gab außer den drei Prälakuren noch andern Letter im
Domeapitel, wie [z. B. das des Thesaurarius (der in Izderz:
Capiteln, z. E. in Ripen Sacristanus hieß), des Tiectors, C
.. tos u, s. w. S; topierrrnß Hpjerh u V §6.
ê Der älteſte Domherr hieß Senior. Den Titel eines Dechanten @
finde ich beim Schleswigſchen Domcgpitel erſt nach der Refor- j
mation 1659.

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