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deren dort 11 aufgeführt sind. Zur Verwaltung des Gote -
tesdienſtes im Chor der Domkirche waren 16 Geiſtliche als
“ Vicare angeſtellt, da die Canonici nicht immer Residenz hiels
ten, nemlich. 12 Prieſter, 2 Diaconi und 2 Subdiaconi.
Die den einzelnen Domherren oder ihren Stellvertretern ob-
liegenden Geschäfte werden gleichfalis ausführlich hergezählt.
Die Güter des Domcapitels waren sehr ansehnlich (später
zu 361 Pflügen angesetzt) und lagen zerſireut im ganzen
südlichen Theile des Herzogthums bis. nach Tondern und
Sondérburg hin. –~ Hier kommt indeſſen das Capitel »ors
züglich in Betracht, insoferne es Einfluß auf die kirchliche
Verfaſſung des Landes hatte. Dieser nun beſtand vornemso
lich darin, daß die Präkaten des Capitels, nemlich der Præ&-
Positus Capituli oder Dompropſt (der gewiſsermaaßen Vor-
ſteher des Collegiums war) der Archidiaconus und der.
Cantor, als Annexe ihrer Aemter die geistliche Jurisdiction
in gewiſſen Gegenden des Stiftes hatten, oder die Verwala -
tung gewisser Präposituren. Der Name Præpositus
kommt demnach in einem zwiefachen Sinne vor, einmal für .
den erſten Prélaten des Capitels, (Præpositus Capituli,
Præpositus Slesvicensis) dann aber auch für dasjenige
Mitglied des Capitels, welchem die Specialaufsicht über eia s
nen Propſtcibezirk anvertraut war, wo dann regelmäßig der
Name dieser Propſtei hinzugefügt wird. In Dänemark hießen
olche kleinere Sprengel überall Propſteien, in einigen deuts
schen Bisthümern hingegen, z. B. Verden, wo es deren 7
gab, Bremen tc. Archidiaconate (s. Staphorſt Hamburg.
Kirchengeſchichte Il p. 585). ~ Die Prälaten des Capitels
wurden gemeinschaftlich von Bischof und Capitel erwählt,. _
wie überhaupt alle Domherren durch eine ſolche Wahl zu
ihrer Würde gelangten. (S. Schwabſt. B. bei WW estph. IV
. Pr 3144. Registr. Cap. bei Ponlopp. I. c. p. 198. -
Es gab noch drei andere Präpoſituren, die nicht mit einer
Prälatenwürde verknüpft waren, ſond:rn vom Bischof nach
Belieben irgend einem der Mitglieder des Capitels verliehen.

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