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" vur auferézt wird, wax fchön burch Erzbischof Adelbag <4: 988).
angelegt. Die Kirche auf dem Sullenberg war schon im
. oder bald nach dem Jahr 1051 angelegt, wo der Verfasser
der Annales Albiani, 1) welche beim Jahre 1265 ſchlies
. ßen, deren Ruinen noch zu fehen glaubte. Derselbe giebt
an, daß fie dem heiligen Willehadus und Stefanus geweiht
gewesen sey, was vielleicht eine Verwechfelung mit dex von
demselben Erzbischöfe Adelbert diesen Heiligen zu Bremen
geweihten Kirchen seyn kann; wenn wir nicht annehmen wol-
len, daß die zuerſt gegründete detiselben, bei der bald darauf
erfolgten Erweiterung einer Probſtei jedoch dieſe dem H.
Secundus, dem Heerführer der Thebäiſchen Schaaren, deſſen
Haupt Adelbert derselben geschenkt hatte, ?) geweihet sey.
Auf die in Folge unserer Urkunde vor 1059 beſchtoſſenen
Anlegung der Propſtei, iſt erſt fpäter im 18ten Jahr der
Ordination Adelberts, nach Adam von Bremen (B. IV., C.
Qn) die Anlegung der Burg geſchehen, von welcher aus die
erzbiſchöflichen Dienſtmannen Raub und andere Gewaltthä-
tigkeiten begingen, welche zur baldigen Zerſtörung der gans
zen kirchlichen und militairiſchen Anlage führten. Die Gründe
auth Hef Hamburg Th. 3 S. 149 folzt), daß jenes Kloſter an-
fänglich bei Eßlingen, oder dem Zolléuſpiker an der Elbe ge-
gründet sey. . Der von Kobbe (Gesch. Bremens und Verdens-

Thl. 1 S. 44.) Staphorſten desfalls gemuchte Vorwurf, iſt da-
her völlig ungegründet. gu den vielfachen Mißverſtändniſſen,
welche die ältere Geschichte dieſes Kloſters veranlaßt hat, iſt
_ noch neuerlich durch Zimmermann (Chronik von Hamburg S.
144.) diejenige hinzugekommen, daß die Ertheilung des Markt-
rechts daſelbſt an den Hamburgiſchen Erzbiſchof Vezelin durch .
den Kaiſer Conrad den U. im Jahr 1088 auf die Stadt Ham-
burg bezogen iſt. ! .
1) Seript. Rer. Dan. P.: 1, p. 201. Lindenbrog Script, Rer, Sept.
;: 254 wo lie chroniea slavica incert auctorxis heißt. j f
2) Adam Bremen. B. Ul. c, 10 & 25 und daſelbſt Scholien: 60.
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