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Reformation in der Volkssprache beibehalten wurde, und §
noch wohl jezuweilen gehört wird. Auch der Ausdruck Kirch- ;
Lehn (,„„Kerk - len‘) kommt in Urkunden vor.
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Die Einkünfte der Bischöfe waren bedeutend. Seitdem
um das Jahr 4486 die Zehnten waren überall eingeführt i
worden, genoß der Biſchof den dritten Theil derselben wähe..
rend die . beiden andern Theile den Kirchen und den Pfars- ] ;
rern zufielen. (S. Heimreich Nordfreſ. Chron. S. 99. 100, ;
Schwabſtedter Buch bei W estph. I. c. p. 3440. 3141.)).
Die Friesen ſcheiüen ſich indeſſen zu der Zehntenabgabe. nicht ]
bequemt zu haben, denn aus den Marschgegenden zog der
Bischof ſtatt derselben , ein sogenanntes Terragium odere
Landgeld; von den Kirchen in den übrigen Gegenden des !
Stifts aber wurden die Zehnten überall entrichtete. Im
Schwabſtedter Buch und im Liber censualis Episcopp
Slesyicensis (in Langeheck Script. rer. Dan. VII p.
. 4656507) findet fich, was jedes Kirchspiel an Zehnten j
oder an Terragium eintrug. Die Zehnten von einigen
Kirchſpielen waren indessen vort den Biſchöfen entweder deni
Domecapitel (namentlich 1348 die Zehnten zu Slabbenhagen,
Gettorf, Jallingbeck, Seeſtedt, Hütten, Kropp und Haddes
bye ~~. außerdem die zu Steerup, Nübel rc.) oder Klôs-
ftern (wie die Zehnten zu Monkbrarup, Grundtofft und
' Broacker ' dem Ruhekloſter 1209; die zu Biolderup an Lüs
î gumtkloſter 1248 re.) verliehen worden. ~~ Demnächſt zg
der Bischof von allen Kirchen seiner Diöcese jährlich desen.
Cathedraticnum (über deſſen Urſprung Pontopp. A. ). D.
Ul p. 5 nachzusehen iſt) welches entrichtet werden mußte,
wenn die Pfarrer des Stifts zu Capitel kamen, oder die
Dliöcesanshnode gehalten wurde. Es betrug nach der Vers
- ſchiedenheit der Pfarren 24, 12 oder 6 ßl. von jeder Kirche,
und die Summe des jährlichen Cathedraticum. aus dem
ganzen Stift nach dem lib. censual. (bei Langebeck I. e.
P: 505) 146 Mark Lübſch. Dazu kamen denn endlich die.
Einkünfte aus den ansehnlichen bischöflichen Tafelgütern.


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