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wird, baß es eigentlich nur Zufall iſt, daß kein eignes elnfa-
ches Zeichen für dieſe Aſpiration aufkam, wie z. B. im Js-
ländiſchen, und im Angelſächſiſchen das geſtrichene Dr: ‘in et-
ner Urkunde von 1323, die vor mir liegt, leſe ich z. B. alle
dhen ghenn en, dhe dhesſſen bref. dhegh edh in-
het’ — u. s. w. Doch wir brechen hier diese graminatiſche
Episode ab, die vielleicht ſchon zu viel Raum einnimmt. Der
Sril des Neocorus iſt gedrängt und voll. ja oft von ſolcher
ſachreichen Kürze, daß das BVerſtändniß erschwert wird, wovon
. der Grund auch darin liegt, daß manches, wie Dahlmann
immer angegeben hat, nicht ſchließlich überarbeitet iſt; das
Zeitwort, zumal das Hülfszeitwort, iſt häufig vet iafe
Trefflich iſt die Darſtellung in der Sittenbeſchreibung, die zu
den vollendeten Parthieen gehört, und durch ihr reiches Detail
r lehrreich ine. L UN Oe? s e: |. OS
"h tjzr:s tt hat seine Ausgabe fo, reich ausgeſtattet , wie
noch keine deutſche Chronik ausgeſtattet worden iſt. Es iſt
dem erſten Bande eine rein und hübjch geſtochene rte des
Freiſtaats, dem zweiten eine Wappentafel mit einem Facſimile
der Neocoriſchen Schrift beigefügt; beide Theile ſind mit
Holzschnitten versehen, was sehr zu loben iſt, da die Holz-
ſchneidekunſt überhaupt, beſonders aber zu ähnlichen Zwecken
In wiſſenſchaftlichen Büchern, die nicht blos besehen, ſondern
î gelesen ſeyn wollen, jetzt gar zu ſehr znrückgesetze wird. Die
Holzſchnitte ſind Abbildungen der alten Nationaltracht, männ-
' licher und weiblicher, die den beſten Commentar zu den hier-
auf fich beziehenden Angaben des Chroniſten bilden ; ein Bild-
niß des Märtyrers Heinrichs von Zütphen; ein Abdruck des ©
Landesſlegels in ſeiner älteren Geſtalt, Unter dem Texte fins
den ſich Anmerkungen, die bald ſacherklärend). bald kritischer,
literäriſcher oder ſprachlicher Art ſind; das Ganze beſchließt
ein Index, und ein Gloſſar, welches die ſchwierigſten und am
. Meiſten veralteten Ausdrücke mit vieler Sach: und Sprach:
kunde erklärt. Der Text iſt aus anderen dithmarſchen Ge-
ſchichtsaufzeichnungen ergänzt und fortgesetzt. In Anhängen.
werden die Urkunden, welche Neocorus in Menge giebt, mit
vielen anderen vermehrt, von denen nicht wenige, die von ho-
her Wichtigkeit ſind, bisher unbekannt geblieben waren, auch
Auszüge zur dithmarſchen Geſchichte aus fremden, noch unge-.
druckten Chroniken mitgercheilt, und zahlreiche altdithmarſche
Volkslieder,. Aber anhangsweiſe erhalten "wir auch größere
und kleinere Abhandlungen des Herausgebers, die, was Jer
er finden wird, durch gediegene Gründlichkeit eben ſo ſehr,

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