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der Gegenwart zum Ruhme, auf dem Kirchhofe zu Heide,
dem Boden seines Märtyrerthums. ein Denkmal errichtet wer-
den wird, wie auch Harms plattdeutſch geschriebenes Lob
der plattdeutſchen Sprache im erſten Bande. der ,„Kieler Bei-
träge“ S. 292 u. f. Dieser Aufsatz über die Vorzüge des
Plattdeutſchen vor dem Hochdeutſchen iſt mit- gemüthlicher,
ich möchte sagen echt plattdentſcher,- Laune geschrieben; aber
die Art, wie Harms das Plattdeutſche hier schreibt, iſt nicht
empfehlenswerth. Er hat es nemlich ſeiner Aussprache ganz
entſprechend geschrieben, damit aber eine Menge von unange-
nehmen Zuſammenziehungen und Veränderungen der. Conſo-
nanten,. der wesentlichſten Wortelemente, und Auslaſſungen der
Vocale in die Sprache gebracht,. so daß wan diese oft kaum
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(ri: kz; LrÂrs . dieſer Art ſind wahre Mißge:
, ſtalten, uud beleidigen, so scheint es mir, den Genius der
deutschen Sprache. Wollte jeder das Hochdeutsſche ganz nach
“ einer Ausſprache ſchreiben, ſo würde er auf gleiche Weiſe die
Sprache durch ſprachwidrige Znſammenziehungen und Umfor-
mungen verunſtalten. Daß auch der Bauer das alte Platt-
deurſch leichter lieſt und beſſer verſteht, als das Harmſiſche,
weiß ich aus Erfahrung.. Gelungener von Seiten der Sprach;
behandlung, obwohl Harms übrigens eine ſehr tiefe und le:
bendige Kenntniß unſerer plattdeutſchen Mundart und die
größte Gewandheit ihres Gebrauches in jenen Schriften zeigt;
iſt Bär mans Höögd- un Häwel- Book, Hamb.. 1827 ©ö
eine Sammlung von plattdeutſchen Gedichten der verſchieden: ;
ſten Gattungen, von denen manche mit Vergnügen werden ger:
leſen werden, wenn ſte gleich keinesweges, wie neulich von ei-
nem Recenſenten geschehen iſt, Hebels allemanniſchen Liedern
zur Seite geſeßt werden können. Die leichten, dem allge: -
meinen Verſtändniſſe aber sehr förderlichen Aenderungen, die
auch nichts Wesentliches und Organiſches in der Sprache be-
rühren, welche Dahlmann (Vorber. S. XAI.) beim Abr
drucke des Neocoriſchen Manuſcripts mit der ‘ursprünglichen
Orthographie hat vornehmen laſſen, möchten bei einem Bu-
he, das gewiß, namentlich in Dithmarschen, nicht ſelten von
Ungelehrten gelesen werden wird, höchſt zweckmäßig gefunden
werden. Dahlmann meint, (ebendaſ. S. IV.) Neocorus .
sey sehr geeignet, den Geiſt der Sächſiſchen M
zur Zeit ihrer ſchriftſtelleriſchen Bildung war, zu zeigen, und:
‘durch die wenigere Mühe, die er im Ganzen mache, in das

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