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Nöd, Olftersson in seinem Glossar, jurid. (Kopenhagen
1665 ) erklärt daſſelbe p. 274, wörtlich übersetzt, folgender-
maaßen: „„Futter „Rind iſt eine Art Landgilde in den Erd-
büchern des’ Königs und des Adels, welches die auf dem
Güte wohnenden Bauern (daher man es in den Erdbüchern
angeschrieben findet) jährlich zur Futterung halten, wenn der
Gutsherr dies begehrt, oder auch Geld dafür geben sollen,
e | gemeiniglich 1 Reichsthaler, oder auch nach altem Herkom- -
. men. Wie der Adel Stallochsen zu seiner eignen Futterung
î kaufen dürfe, oder sie auch bei seinen Untergehörigen, welche
Üutterrind halten, futtern laſſen könne, darüber siehe Chri-
ſtians III. Receß Art. 32, und Friedrichs Il. Handſ. Art. 11.
Doch damit des Königs und der Krone ßoll ungekränkt u:
ſ. w.. Bei Arent Berntsen heißt es a. a. O. Thl. Ik.
S. 101. ,„„Fode Nods eller Foernods-Penge giffvis i Steds
det for 1 Nod om Vinteren ât offverfoere eller fode.!’ Das.
; | JFutterrind wird in älteren Schleswigſchen Urkunden auch
Beeſter- Quekfutterung genannt. Der erſtere Aus-
. druck .iſt verſtäudlich genug, der letztere dagegeu hat Mißrverz
_ ſtändnisſe unterſtütt. Es iſt, wie. erzählt wird, Quek von
Einigen für Quekgras, dieses für gleichbedeutend, um- der.
Präſtation einen Sinn zu geben, mit Riedtgras, was nem-
lich Reht seyn sollte, erklärt worden, indem für ein n ein
e geschrieben und gelefen wurde, was leicht angeht, wie je-.
. [ der, der etwas hat drucken laſſen, aus Druckfehlern weiß.

So wurde, seltſam genug, das Futterrind zu einem Fuder
Reht. Abgesehen davon, daß hierbei fingirt wird, Quekgras
(Triticum repens) und Reht (Arundo Phragmites) ey.
eine und dieselbe Pflanze, ſo gehört diese ganze Deutung zu den
nicht glücklichen Worterklärungen, deren die alte und neue
| iteratur eine so reiche Sammlung aufzuweisen hat, denn.
Quek +*) bedeutet die lebendig e Habe, Vieh, besonders
Hornvieh, däniſch Queen. s REH
") Ul. z. V. Dith. e. R. S. 72. Ö Quie heißt engliſh muy:
Que >ilber iſt argentum r iy um. - 27.
b haft, eben ſo zuweilen noch im heukigen Plattdeutsch.

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