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auch abwechselnd so ausgedrückt, indem ebenfalls die Liefe-
rung eines magern Schweines vorkommt. Be
Die Präſtation des Futterrindes war während des
" sechszehnten Jahrhunderts und. später in Dänemark und im
Herzogthum Schleswig eine so gewöhnliche und allgemeine,
daß faſt kein adeliches Gut während der zweiten Hälfte die-
î es Jahrhunderts in Schleswig, besonders im nördlicheren
Theile, verkauft oder vertauſcht wird, wobei in der darüber
aufgenommenen Urkunde das Futterrind als zur Landgilde
der Untergehörigen gerechnet, ein ganzes, z oder 3, nicht in
Ö größerer Menge aufgezählt wird. Der Adel Jütlands, hier-
. in eine Hauptquelle seines Reichthumes erkennend, ließ sich
in Receſſen und Handfeſten von Chriſtian III. und Frie-
. derich II. bas Futterrindsrecht ausdrücklich beſtätigen, und trieb
mit den von seinen Unterſaſsen gefütterten Ochsen einen ein-
trâglichen Handel. : j i
Um die gegebenen Bemerkungen im Einzelnen alle zu
| . begründen und urkundlich zu belegen, würde eine große Ab-
handlung und ein eigenes Diplomatarium erforderlich wer-
den. Die beigefügten Urkunden mögen aber hier genügen.
In der erſten von 1295 verspricht Graf Adolf dem Kloſter
Reinfeld, nachdem er daſſelbe, wie gewöhnlich, in seinen be-
sondern Schutz und Schirm genommen, Gott und der himme _
liſchen Jungfrau zu Ehren und aus anderen guten Bewegs
gründen, vermuthlich weil ihm dafür bezahlt worden iſt, daß
er und seine Nachfolger und Untergebenen künftighin
keine „„polledros ad pabulandum vel canes ad alendum
| dem Kloſter zuschicken wollen. In Widerspruch mit diesem
Freiheitsbriefe sandte der König Johann 4501 seine Diener
und Hofleute ins Kloſter, um daſelbſt das Ablager zu hal-
ten und alles Nothdürftige für sich und ihre Pferde zu bes
gehren. Der Abt, Marquart genannt, begab sich daher um
Oftern des folgenden Jahres: nach Segeberg zum Könige,
um die Privilegien und hergebrachten Feiheiten seines Klo-
ters geltend zu machen. Der König erkannte die Wefrei-



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