Full text: (Siebter Band)

  
  
  
  
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: In bemſelben Jahre erschien ſie im Druck und wurde später 
1542 mit einigen, die Herzogthümer betreffenden Verändee 
rungen, von den Schleswig-Holſteiniſchen Ständen auf dem 
Landtage zu Rendsburg förmlich angenonimen, wodurch sie j 
. denn auch auf Holſtein ausgedehnt ward. ; 
In Folge dieser Kirchenordnung geschah es benn auch, 
daß im Schleswigſchen ordentliche Propſteien eingerichtet 
wurden, noch bei Lebzeiten des Bischofs Gottschalk von Ahn 
lefeldt. Es wird berichtet, daß die Aufsicht über das Kir- 
chenweſen im Schleswigschen vom Könige dem Dr. Nicolaus. 
Rrage sey übertragen, und von diesem in den Jahren 1536 
. bis 1545 verwaltet worden s). Diese Angabe iſt indeſſen 
sehe zu bezweifeln. Er hat allexdings an einigen Orte. | 
viſitirt, aber eine Aufsicht über das ganze Stift oder Her- 
zogthum hat er auf keinen Fall geführt. Es finden sich viele. 
„ mehr seit dem Jahre 1540 im Schleswigſchen vier Pröpſte, 
unter deren Inspection das ganze Herzogthum scheint ver- 
theilt gewesen zu seyn. Diese vier Propſteien sind folgende. 
1) Zu Hadersleben: Hier iſt bei der Reformation am er- 
ſten eine Propſtei eingerichtet, oder vielmehr die alte 
praepositura Barringsyssel reformirt worden, was 
einen Grund darin hatte, daß hier Prinz Chriſtian seine 
Residenz nahm, welcher ſeinen Hofprediger Dx. Eber- 
îhardt Weidensee zum Propſten beſtellte, 15266. Auch . 
orning-Lehn wurde ihm untergeben, mithin die Kir- 
then des Herzogthums, welche bisher zur Ripenſchen . 
Diöceſe gehört hatten. Als Weidensee 1533 nach Goss 
lar zog, trat in seine Stelle M. Johannes Wend oder 
z ecclesiae Husnmensis Pastor, CGerrardus Slewertk ecclesine 
Flensburgensis ad Divum Nicolqum Pastor, Georgius Winther 
Concionator Hadersleviauus (Hofprediger.) irt 
6) So ſagt unter andern Heimreich in der Nordfreſiſchen Chronik 
pe. 315. S. 336 macht er. ihn zum General-Propſt. Dankwerth 
S. 25. l. Muh], Dissert. hist. theol. p. 77, | 
  
  
 
	        
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