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lichen Dingen Anordnungen zu treſfen, die das gemeine
Wohl erheiſchte. Zudem war es, auch von den Reformato-.
ren, anerkannt, daß die: Bischöfe sich unrechtmäßigerweise so
viele Rechte in bürgerlichen und Staats-Angelegenheiten zus:
geeignet hatten, die den Landesherren entzogen waren ~ und
' dankbar erkannten ‘die Unterthanen die Bemühungen ihrer
Fürſten an, und die Stände, als Repräsentanten des Volks,..
geſtanden den Regenten gern eine Macht zu, aus welcher.
nur Segen für das Volk entsprießen konnte. So war es.
auch keinesweges ein eigenmächtiger Schritt von Chriſtian UL,
als er 1536 die dänischen Biſchöfe gefänglich einziehen ließ,.
sondern dies geschah mit Einwilligung. des. Reichsraths (;.
Pontoppid. kurzgefaßte Reformationshiſtorie dex dänischen
Kirche S. 285-289); und wurde ſelbſt nachher öffentlich.
vom Volke gebilligt und beſtätigt (ebendas. S. 305-807). . !
Es folgten nun mehrere Schritte, die dem Papſithum den.
lezten Stoß gaben; Bugenhagen wurde nach Dänemark bee,
rufen, um die neue Kirche einzurichtenz er ordinirte d. 24ſten
Aug. 1537 die evangelischen Bischöfe (oder Superattendens
ten, wie. sie aucb wohl genannt wurden), denen in jedem
Stift ein’ Stiftsamtmann beigeordnet ward,. um. in allen
Dingen, die nicht gradezu geiſtlicher Art waren, ihnen an
die Seite zu treten, und Recht und Gerechtigkeit zu hand-
haben. – Ferner wurde das Kirchenwesen in demselben Jahre
völlig regulirt durch die anfangs zu Hadersleben entworfene,
. von Luther gebilligte, unter Bugenhagens Leitung vollendete,
und auf der Synode zu Kopenhagen angenommene Kirchen= ;
ordnung 4), welche auch für Schleswig galt, wie sie denn
auch von Schleswigschen Geiſtlichen mitunterſchrieben wurde").
4) Ausführlich handelt von derselben Ad. Menx. Lackmann historia
ordinationis ecclesiasüicaee regnorum Daniaé et Norvagiae er
; dugatuum sSlesvicensis, Holsatiae ete. Kil. 1737. , 1.:111
H) Es waren folgende: Johannes slavus, lector Uaderslevianus,
. KReinkoldus Westerholt, Pastor Slesvicensis, Ilermannus T'ast,

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