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Diöcesangrenzen die Rede seyn und. diese fand denn auch,

höchſt wahrscheinlich zu Anfange des 11ten Jahrhunderen.
Statt. Es heißt nämlich in dem Chronicon Ecclesia.
Ripensis in Langebeck, Scriptores rerum Danicaruan.
tom. VII, vom Biſchof Odincar dem Jüngeren, der zu
Knud des Großen Zeiten. lebte: Hie Olhinearus episco-
patus Juiiae certis limilibus dicitur discrevisse, Das.
kann nichts anders heißen, als daß eine genaue Grenzbeſtimo
mung. zwischen den Bisthümern Ripen und Schleswig vor«
genommen wurde, denn diese beiden waren damals und bis
1065 noch die beiden einzigen auf der Halbinsel, nachdem z
Aarhuus schon im 10ten Jahrhundert wieder eingegangen
. war. Bielleicht mochte schon, ehe es. zu- dieser genaueren -
_ HBeſtimmung der Grenzlinie kam, eine ungefähre Grenze beis
der Bisthümer Statt gefunden haben, mehr durch Zufall,
jenachokm von Schleswig oder Ripen aus , Kirchen waren
gegründet worden, als durch Uebereinkunft entſtanden, welche
nun erſt beſtimmter bezeichnet wurde. Zu dieser Annahme 1
bewegt: mich der auffallende Umſtand, daß bei dieser Diöce-
ſangrenze gar keine Rücksicht auf die (zu Anfang M
handlung dargestellte) politische Abtheilung des Landes ges
nommen iſt, welche bei der späteren definitiven Abgränzung
der SJütländiſchen Bisthümer unter Svend Eſtrithſon
1065, zu Grunde gelegt wurde. Was denn nun die Grenz-
linie selber betrifft, so durchschnitt sie Sysſel und Harden
und lief queer durch das Land mitten zwischen beiden Mees
ren, von der Schottburger Au in südlicher Richtung bis
etwa an die Quelle der Wivau, welche darauf bis zu ihrer

; i cx in Dingkpiele. S. auch" Büſchiugs Erdbeschreibung
. dter Theil. S. 184. Das kann doch wohl nichts anders heißen
_ als Gerichtsbezirk; Kirchſpiel, alſo analog. Bezirk ciner Kirte..
Der Holländiſchen und Friesiſchen Sprache unkundig, kann ich-
. Ö freilich kein Etymon für die Sylbe ſpi el angeben; im Engli-
. cen haben wir aber to spt ill, verſchütten, ſprengen, was
wieder mit Spreugel zufammenzuhängen ſcheinn.

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