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her gewerbefreien Marschdiſtricte und zwei Drittheile der unvets
| botenen Geeſtdiſtricte verloren zu Gunſten der Städte ihre Ges
werbefreiheit. Daß durch die Verfügung von 1805 in dem seit
1711 hie und da übriggebliebenen Reſte von unverbotenen Dis
ſtricten die Gewerbefreiheit cesſirte, iſt bereits bemerkt worden.
Die gemeinſchaftliche Verordnung vom Sten April 4714
enthielt für die adlichen Güter und Klöſter ganz dieselben
Grundſätze, welche für die Aemter und Landſchaften damals feſta
gesetzt wurden. Mittelſt Resolution vom 12ten September des-
elben Jahrs wurden in den verbotenen Diſtricten der Güter und
Klöſter auch noch Zimmerleute, Böttger und Leinweber zugelaſs
ſen. Das letztere Gewerbe kommt nun nicht mehr in Betracht,
da es jetzt bekanntlich allenthalben auf dem Lande unbeschränkt
geſtattet iſt. Durch. die in Betreff der Güter und Klöſter ohs
nehin nur für Schleswig geltende Verordnung vorm Q20ſten ;
Oct. 1773 iſt hierin schwerlich etwas geändert worden, da die
Resolution vom 12te1 Sept, 1711 nicht ausdrücklich aufges
hoben ward, so daß auch auf den Schleswigſchen Gütern
und in dem Diſtricte des Sck. Johannis-Kloſters noch das
Gewerbe der Zimmerleute und Böttger zu den erlaubten
Handwerkern gehören. *) In einem einzelnen Falle, .nâme
lich in einem Reſcript vom Iten März 1790,.. Lindewitt
betreffend, iſt jedoch das Gegentheil angenommen, indem es
|.: nur die auf jedem Gute erlaubten 4 Handwerker geſtattet,
Die Verfügung vom sten Jun. 4805 erſireckte sich, wie in
einem Reſcript vom 25ſten Oct. deſſ. Jahrs erklärt wurde,
nicht auf die Güter. Inſofern dieſe alſo außerhalb der Bann-
meilen belegen sind, blieb alſo die Ausübung dex Gewerbe
unbeschränkt. Das Reſcript an beide Obergerichte vom 7ten
Sept. 1819 hat lediglich die geltenden Beſtimmungen einge.
schärft. Daß die Gutsbeſiter und klöſterlichen Obrigkeiten
die gesetzlichen Vorſchriften Über Art und Zahl. der zuläſſigen

*) Die Zuläſſigkeit der Zimmerleute und Böttger in den adlichen. .
"und ktöſterlichen Diſtricten des Herzogthums Holſtein ergiebt sich-
aus dem unten anzuführenden Canzleiſchreiben vom 1ſten ziert..
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