Full text: (Siebter Band)

  
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/ Winſche in dieser Hinsicht befriedigt werden könnten 
Bei t gust it dieſer Frage geht derselbe 
1) von dem Grundsatze aus, daß die Regierung es eingen 
_ ehen, daß ein Schmidt , ein Schuſter , ein Schneide. 
und ein Rademacher in jedem Kirchspiele nicht genug 
wären, um dem Bedürfniſſe des Landmanns abzuhelfen, | 
daß theils von diesen Gewerken mehrere nothwendig, 
theils auch andere Handthierungen erforderlich, um so- 
dann : u 
2) die aufgeſtellte Frage durch eine Untersuchung der Fra- 
ge aufzulösen, welche Handwerker für den Landbetrieb 
und für die Haushaltung unentbehrlich oder minder 
, nothwendig sind, um darüber und über die Anzahl die- 
ser Landhandwerker seine Ansicht darzulegen. | 
î Zur Berichtigung des erſten Satzes muß zuvörderſt be- 
merkt werden, daß nach der Königl. und Fürſtl. Resolution f! 
vom 12ten Septbr. 1711 auf den adlichen Gütern einn 
Zimmermann und einen Böttger zu halten erlaubt iſt, nur 
_ daß diese nicht außer dem Gute arbeiten dürfen. Dann aber. 
muß die Vorqussetzung des Vexfaſſers, daß die Regierung 
es eingesehen habe, daß die Zahl der Landhandwerker nach den 
frühern Verordnungen zu beſchränkt und dies die 'Veranlaſ- 
Aung sey, weshalb die neuern gesetzlichen Beſtimmungen ein- 
geführt worden, gewiß ganz irrig seyn. Nirgends ſind 
© +41) die Verordnungen von 17144 und 1773 aufgehoben, Jes , 
ê beſteht also noch jetzt die Beſchränkung der daselbſtauaeaen. 
gesprochenen Landhandwerker. Nirgends iſt sj 
HL) das, was der Verfasser verneint, in dem Geſselze aus- 
gesprochen, es iſt vielmehr ausdrücklich das Gegentheil 
. ß  geſagt. Als Grund der neuern gesetzlichen Beſtimmun- 
Zen wird angeführt, daß der unzulässige Betrieb der 
Handwerker auf dem Lande zum Ruin der Städte führe, 
: M und daß deshalb die neuern Beſtimmungen erlassen 
[ worden. Zweck dieser neuern gesetzlichen Beſtimmungen 
  
  
 
	        
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