Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
! .. 20. 
s In meinen „„ſchließlichen Bemerkungen über die Sächo | 
 iſche Gränze‘/ habe ich die Vermuthung geäußert, daß, da 
' unter „„Sadel- oder Sedelhöfe/“ freie Höfe verſtanden wur- | 
den, und die Deutschen Koloniſten, die sich in Sadelbande 
ansäßig gemacht hatten, aller Wahrscheinlichkeit nach ihre 
Höfe als Freihdöfe besaßen, diese Höfe zuſammengenommen, 
im Gegensatze der Slavischen Höfe, die mit mannigfaltigen 
Diensten beschwert waren, den Namen ,„Sadel‘’-= odee 
,„Sedelbande‘/ erhalten haben. Ich finde nun in der be- 
reits oben gedachten Schrift von Sorgen p. 122 über Sa- 
' delhöfe folgende Erklärung:. „„Ritterſitze, die nicht befeſtiget 
und in Ansehung der Ländereien nicht so wichtig warn... 
wurden Sattehöfe (4„Sedelhöfe//) genannt und dadurch ads 
liche, dienſtfreie, Güter angezeigt. ‘/ Ich bemerke nur 
hiebei, daß, wie bekannt iſt, die Bedeutungen mancher Wörs 
ter zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten vers 
schieden gewesen, / daß diese hier eine weitere, dort eine en- 
gere Bedeutung gehabt, ſpäter Nebenbeſtimmungen verloren 
haben, die sie früher hatteneen. s 
 
	        

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