1 * erhielt, sondern aus den Händen des Metropolitans zu Lund
däniſchen Könige Liefland im t3ten Jahrhundert chriſtlich
| ' wurde, dehnte sich der Lundiſche Sprengel auch über diese
| ! î_kilde, Odensee, Börglum, Wiburg, Aarhuus , Ripen und
.
Erzbisthum für sein Reich zu. errichten.. Dieses kam: denn
auch wirklich im Jahr 1104 3°) unter der Regierung des
Königes Nicolaus zu Stande. Zum Sitze desselben ward
Lund in Schonen,. zum erſten Erzbiſchofe für die nordiſchen
Reiche der dortige Biſchof Ascar auserſehen. Die Bemühun-
gen 51) des Hamburgiſchen. Metropolitans. Adalbero. (1133)
mit Hülfe des. Papſtes. Innocenz I1,. seinem Stuhl die
geiſiliche Herrschaft in Scandinavien wieder zuzuwenden,
blieben vergeblich.
.. Lund war also jett- der Sitz des oberſten Biſchofs der
nordischen Königreiche geworden; doch dauerte es nur ein
halbes Jahrhundert bis Norwegen seinen eignen Metropolitan
zu Drontheim bekam (1154) und wenige Jahre später (1163)
kam auch ein Erzbisthum für Schweden zu Upſal zu Stande.
Der Erzbiſchof zu Lund nannte sich freilich [fortivährenv
Primas Suecias ~ aber dieß war ein leerer Titel, mit
welchem höchſtens die Cärimonie verknüpft war, daß der Up-
ſaliſche Erzbischof sein Pallium nicht unmittelbar von: Rom
entgegennehmen mußte. Als durch die Bemühungen der
Gegenden aus; allein noch im demselben Jahrhunderte ent.
ſtand hier ein erzbiſchöflicher Sitz zu Riga, und so. war der
Umfang der erzbischöflichen Diöcese von Luud auf Däuemark
beschränkt und befaßte auſſer Luud die Bisthümer zu Roes-
Schleswig. So ſtand denn auch das Herzogthum Schleswig
mit seinen Kirchen unter der geiſilichen Oberaufsicht der 31 Ä
Männer,’ die bis auf die Reformation die erzbiſchöfliche Würde
MHH : ; § TJ
. 990) 8. Pautopp. Anual. eecl. Dan. I. p. 341 ~345, wo erwiesen .
wird, daß das Jahr 1108 das richtige sey.
31) Eben daſelbſt S. 3:3~857, und bei Staphorſt I. S. 632-635,
wo die dahin gehörigeu Urkunden abgedruckt ſind. ts

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