; M nun dieſe Behauptung wirklich gegründet ?
© anders verhält es sich aber ohne Zweifel, wenn seine Nach-
Zeugen in Widerspruch ſtehen. Und dies iſt allerdings hier
j TTT].

 310 L
j 419.
Seit länge iſt die Behauptung allgemein geworden, daß
Vizelin während der Slaviſchen Einfälle mit seinen'Mönchen.
seine Zuflucht nach Bishorſt genommen habe; und noch in
diesen Tagen hat der Hr. Dr. Kruse in seiner epistola i
galeata gegen mich im erſt. St. der diesjähr. Pr. B. dieſe.
Behauptung in folgenden Worten p. 114 erneuert: „„ Wäh-
. rend der Wendiſchen Einfälle hielten die Mönche f ch auf
Bishorſt eine Zeitlang auf, und kehrten jedesmal, wenn's
wieder ruhig geworden war.. nach ihrem Kloſter zurück.-©
Der erſte und älteſte Schriftsteller, der den Vizelin mit
seinen Mönchen so hin und [her zwischen Neumünſter und
Bishorſt laufen läßt, iſt der Preshbyter Br.; auf seiner ~~
und einzig auf seiner ~ Auctorität beruht die ganze Sachez -
ältere Schriftsteller wiſſen nichts davon. Der Presbr. Br.
lebte abet bekanntlich erſt ums Jahr 1450, und berichtet eine
Menge Dinge, die notorisch falſch sind. *) Wenn nun ein
‘ Chronikenſchreiber solcher Art angebliche Thatsachen berich-
tet, von denen frühere Geſchichtschreiber nichts wissen, gegen
. die indeß weder an sich, noch aus früheren und glaubwür-
digern Nachrichten etwas Bedeutendes einzuwenden iſt: ſo
kann man immerhin feinen Auſſagen Glauben zuſtellen; ganz

richten mit den Berichten früherer ' und glaubwürdigerer
der Fall; man darf, um dies klär 'einzuſehen, nur felgtide ;
Momente in Erwägung nehmen:
[1) Der Einfall, den die Slaven 4139 in Norbalbin-
gien machten, war für den Faldergau äußerſt verheerend,
wie Helmold c. 56 in tétgtittn Vorteit zt;ſt: i§lüvicus
. ') Z. B. daß das. Reumünſtetſhe Kloſter bereits . u tijtius
Zeit nach Bordesholm verſezt worden fey 10. ..


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