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Gegen diese Ansicht läßt ſich indéß eine Ei jveivüig
tiächen. die von großer Bedeutung zu seyn ſcheint, nämlich,
daß das Kloſter Arensböck im I. 1321 noch gar nicht exi-
ſtirt habez denn alle unsere Geſchichtſchreiber laſſen es erſt
1396 entſtehen. Man sehe unter andern: Hansens Beſchr.
v. d. Pl. Landen p. 66, Scholz’'s Kircheng. p. 219, Chris
ſtiani 3.. p. 369 u. 4. p. 234. Alein unser V. behauptet
dagegen a. a. O.: „„Das Kloſter in Are: :sböck iſt. nicht allern
„„erſt im J. 1396.. ifonzirna ſchon lange vorher geſtiftet wor-
„„den, wie ein Kaufbrief, der zu Plön 1373 dem Kloſter
„Preetz gegeben und Probſten Wulfard von Arensböck als ,
-„Zeugen anführt,‘ ausweiſet. Beſiehe Moll. Iutr. IV. p.
,,418. Muhlius bringt in seiner Hist. Ref. Gitabr., Pe 16
-„sogar ein Diploma . an, fo die Arensöböcker Mönche: ſchon
im I. 4339 ausgegeben. -( ;
| Setzen wir nun den Fall, daß unſe; V. in obigen Be-
hauptungen Recht habez so würdé natürlich folgen, daß die
Entſtehung des. Arensböcker Kloſters uns noch völlig unbe-
kannt sey und alle unsere Geſchichtſchreiber in dieser Hin«/
sicht sich in einem großen Irrthum befunden haben. Verhält §
sich denn aber die Sache ſ0? Wenigstens. iſt es gewiß, daß
Moller a. a. O. auf eine, 41373 zu Preetz ausgeſtelte und
unter andern von. „Wulkardo, Praeposito in Arens-
böks.- als Zeuge, unterzeichnete Urkunde ſich beruft; auh
befindet sich, beiläufig bemerkt, ‘unter allen den Vorſtehern
dieses Kloſters, die Hansen, von der. angeblichen Stiftung r s |
desselben 1396 an, uns vorführt, kein Probſt jenes Namens.
[Was aber die zweite Urkunde anbetrifft, 'auf die unser V.
. ich beruft; so kann ich darüber nicht yrtheilen, da ich Yählis
hist. R. C. einzuſehen keine Gelegenheit habe.
Lü Sthtießlich bemerke ich noch zweierlei, nämlich Z:
i erſtlich, daß, da - wenigstens ſo viel ich weiß, ~ : die Vor-
fiche: der Karthäuſer Klöſter nicht PFraepositi, ſondern
Priores hießen, das Kloſter Arensböck 1373,.. als jener Wulfar-
dus als Praeposito. in Arensboksa sich.. unterzeichnete, :


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