L.
der Swentine heißen miſſe, nämlich in einer Capelle, welch -
die Franciökaner daſelbſt hatten. Man könnte indeß viel..
k leicht dagegen einwenden, daß die Präposition in so nicht
j gebraucht werde, wenigstens dieſer Sprachgebrauch von mx
; nicht nachgewiesen worden sey, und ich führe daher nach-
(" träglich an, daß im Necrol. Hamb. bei Langebeck. V. p.
402. von „jugera sita in Bilna“ die Rede iſt, wo ,in
"Bilna“‘ unbezweifelbar an der Bille heißen muß. ~ Es it.
wahrscheinlich, daß der Graf, der sonst bekanntlich ein mu-
" thiger Kriegsheld gewesen war, es räthlich gefunden habe,
. ehe und bevor er in Hamburg als fungirender Prieſter bei
der Meſſe aufzutreten wagte, vor wenigen Zuhörern einen
j Versuch zu machen, wie es ihm mit diesem, seiner bisherigen
[ : , Thätigkeit ſo heterogenen, Geschäfte gelinge; auch iſt dieser
j sein erſter Verſuch im Meſſelesen. wahrscheinlich nur sehr we-
| nigen bekannt geworden, da er und ſeine Vertrauten wohl
eben nicht befliſſen gewesen. ſi ſind, die Nachricht von diesem.
] seinem furchtsamen Kandidaten-Versuche in crypto zu ven.
| breiten; und - ohne Zweifel iſt hierin die Ursache zu suchen
VE daß andere Annaliſten ihn ſeine erſte Meſſe in Hamburg le-
|: _ ſen lassen. ~ Einsam genug wird übrigens die Gegend an
; der Swentine damals noch gewesen seyn; denn nach dem
-: 14ten Scholion des bekannten Scholiaſten bei Adam v. Br.
F- ging die Swentine durch den I=sarnho, und noch Helmold
j spricht (c. 42.) vom Isarnho als einem ungeheuren Walde.
| Die Annal. Island. Reg. 'bei Langeb. II. p. 77 Pr
t " ben beim I. 1210 solgende Worte: Raent ey hiin helga,
welche Worte die gegenüberſtehende lateinische Uebersetzung
ſo wieder giebt: Insula sancta direpta. Diese Worte gehen
ohne Zweifel auf Helgoland; ſollte aber das Wort ,raent“),
was die lateiniſche Uebersetzung durch ,„cirepta “ ausdrückt,
nicht von einer phyſiſchen Zerſtörung sich verſtehen laſſen?n
In diesem Falle könnte man die obige Notize mit folgenden
zwei Angaben in Verbindung setzen:

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