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j nen sie es freilich, allein diese Angabe iſt nicht besser, ale.
‘gar keine; denn unter locus kann eben so gut eine ganze
Landschaft *), als eine kleine Landspitze verſtanden werden,
und es iſt daher auf jeden Fall höchſt willkührlich, wem
Eſtór (Kl. Schr. 3. p. 397.) und nach ihm andere anneh-
men, daß Delbende den ganzen District zwiſchen Bille und
“Steckritt in sich begriffen habe. Selbſt in dem Falle, daß
„„Sadelbande‘- von ,, Delbende‘’ abſtammte, würde doeh
nicht: folgen, daß ‘diefes den Umfang von jenem gehabt: habe;
. denn wie mancher kleiner locus hat einer ganzen Landschaft
nicht den Namen gegeben? ~ Eben so wenig iſt es richtig,
wenn der Hr. Dr. v. 'Duve (Staatsb. Mag. 5. p. 214.)
Delbende zu einem Gau macht, **) da wir, wie gesagt, von
Delbende durchaus weiter nichts wiſſen, als. was die obigen
Worte der Annaliſten uns sagen, diese aber Delbende nicht
pagum nennen. Was gewinnt aber die Geschichte durch
solche Annahmen? ~ Andere wollen unter Delbende insbe-
. sondere eine Gegend an der Mündung eines, den Namen
Delve führenden, Flußes oder Baches verſtanden haben;
allein diese Vorſtellung halte ich für nicht weniger grundlos.
. Denn unsere alten Vorväter nannten den Ausfluß eines
Gewäſſers nicht das Ende, sondern den Mund deſſelben. ##)
. Daher sie im gegenwärtigen Falle nicht Delvende, sondern
Delyermünde gesagt, und darnach, wie man in andern Fällen
; gethan hat, die anliegende Gegend eben ſo benannt haben
würde. ##ütt) So viel ift: wenigſtens. gewiß, daß es einne
rEnBÈEEt
“t Iu. der Stiftuygsprtende des Hamb. Erzb. beis ganz iet
albingien locus. ( ne loens ille a Ba rhar vaderetur .
î Ori rig. Uamb. 1. p. 133. ;
. «n) „Das in pago Delbénde erbauete eastelum“ ~~
**) Billeneinuthe, Ciſtermunde, Auremuthe, (W. U. p: 2040.)
Krempermüude, Bekmünde, Travemünde, Jarnemünde (Nie.
. . „.. . manns Walbdberichte 1. p. 51.) Schleymünde 1c.
. »») Bekanutlich. bezeichnen die'eben angeführten Namen nicht blos
die Mündungen ſelbſt, ſondern auch die anliegenden Gegenden.

J

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