Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
E . 
j G daß die Kirche Bishorſt an. der nördlichen Seite der Pinau 
  
| gelegen habe, der heutige Ort dieses Namens aber ſpäter, 
" als Waſſerfluthen die dortige Gegend verwüſtet hatten, . an- 
: Hebauet worden’ sey, und den Namen von dort mit ſich hin- 
über genommen habe. Ein ähnliches Beispiel, wie der Name 
eines Orts andéerswohin versett worden sey, will ich hier 
zur Erläuterung anführen. Der Herzog Hans wollte be- 
. kanntlich 1620 am Eingange der Flensburger Föhrde eine 
Handelsſtadt (Niebye) gründen, und der Ort beſtand bereits 
aus 32 Häusern, als. der König von Dänemark auf Vor- 
ſtelung der Flensburger seinen Bruder bewog, von diesem 
Projekte abzuſtehen. Weil nun das Dorf nicht so vielen 
Familien Nahrung verschaffte ; ſo wurden 12 Häuser wegge- 
brochen und vor Glücksburg hingesetzt, „„ woselbſt sie auch 
noch lange den Namen Niebye geführt haben. ~ Gude über 
Sundewitt p. 145. Fiat applicatio. 
9. 
Mehrere Fränkiſche Annaliſten *) führe: beim J. 822 
einen Ort Namens Delbende an, wo damals von den 
Sachsen eine Burg angelegt wurde; und es iſt bei dieser 
Gelegenheit zum erſten- und lettenmale, daß wir bei ihnen 
von einem loco dieses Namens lesen. Seitdem kömmt die- 
ser Name auch nicht weiter in der Geschichte vor, und wir 
können daher von jenem.loco weiter nichts wiſſen, als was 
die in der Note *#) angezogenen Worte der Annaliſten uns 
berichten, d. h. nichts; denn sie sagen uns weder, wo Del- 
bende belegen, noch was es gewesen sey. Einen Ilocum nen 
*) Ann. Adelm. Ann. Bert. Anu. Metens. Die Ann. Laurish, die 
Hr. v. Kobbe p. 69 anführt, enthalten aber kein Wort: von 
z :Dritévds: oder einem Caltell daſelbſt. 
jussn imperatorls castellum quoddam trans Albim 
V ni Delbende nomen aedificaveruut, yu ex eo Slavis, 
qui ON Prius occupaxrerant,
	        

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