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Jedem, der ſich auch nur ein. Flein. wenig mit der-spe-
ciellen Geſchichte unsers. Landes beschäftiget hat, iſt der pa-
lus versus Bishorst in palude Haseldurpe bekannt,
. den Vizelin durch Belgier urbar machen ließ; und der später
-- Mönkerecht [© hieß, heut zu Tage: aber Groß-Sonnendeich
§eugznt wird. Ueber diesen palus habe ich bereits im Staatsb.
Mag.. (B. 2. u. 4., 2. Bd. S. 151. 4. Bd. S. 226.) com-
mentirt; die Absicht aber, warum ich hier wieder darauf zurück
komme, iſt nur, um ein paar Worte über jenen Namen zu sagen.
; Allgemein überſ ett man nämlich palus versus Bishorst durch:
„„die Marſch (das Moor) nach Bishorſt hin; '’ jeder sieht aber
öhne mein Erinnern, taß diese Angabe äußerſt unbeſtimmt iſt;
denn iſt es nicht gerade so, als wenn man 10 Meilen von Ham-
burg die Lage einer Moorſtrecke durch die Beſtimmung , . das
Moor nach Hamburg hin ‘[ bezeichnen wollte? Freilich wirdin.
dem Documente selbſt, wo jene Benennung zuerſt vorkömmt,
(W. II. p. 8.) die Lage des palus genauer angegeben;
allein es iſt doch nicht nur nicht abzusehen, warum man
eine, an sich so höchſt unbeſtimmte, Benennung sollte ge-
braucht haben, sondern“ das ., versus ““ hat auch nach dem
. 5§ Sprachgebrauche jener Zeit einen beſtimmtern Sinn, als un-
ser „„hinwärts.“ Denn wenn z. B. Adam v. Bremen
(p.. 19. Lind.) sagt: versus nos (parochiam Hamburgens,)
hahitant Polabingi; so will er damit ohne Zweifel sagen,
daß die Polaben an dem Hamburgischen Kirchensprengel an-
‘* wohnen oder an denselben gränzen; und seine Worte d. situ
D. p. 58: versus nos Dani, quos Juihas appellant,
können auch nichts anders heißen, als daß die Jüten an die.
Hamb. Parochie angränzen. Demzufolge muß aber palus
versus Bishorst deutsch gegeben werden: die an (das Kirch-
':it ſpiel) Bishorſt gränzende Moorſtrecke.
Noch bei dieser Gelegenheit eine kleine, auf Bishorſt
bezügliche, Notize. Ich habe nämlich a. a. O. . behauptet,

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