Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

Q.. 1 ~. 
liche Meinung ſich bei einem beträchtlich älteren Verfaſſer 
finde. In den Sc. R. Brunsw. 1. p. 260 u. f. kömmt 
nämlich ein Aufsatz vor, der folgende Ueberschrift hat: De 
fundatione quarundam Saxoniae ecclesiarum a tempour 
rihus- Caroli Magni ad Ottonem M. inc. auet.; und 
I . Leibnitz vermuthet (in der nicht pag. V.) daß der Verf. 
dieses Aufsatzes non multo Oltonibus Pozisrior.. gelebt 
habe; Otto der 3te ſtarb aber bekanntlich im J. 4002. 
Wenn wir nun auch annähmen, daß jener Verf. erſt 100 Jahre 
. nach dem Zeitalter der Ottonen geschrieben habe; so würde 
ſein Aufsatz doch 150 Jahre älter seyn, als das Chronicon 
des Stader Abts. Die hieher gehöôrenve Aeußerung unsers 
Verf. lautet aber a. a. O. folgendergeſtalt: A. 814 Carolus 
aedificayit ecclesiam in Hammonis, quod est Joris, 
„ castro, quod olim Hocburch, nune vero Harnburch 
. dicitur, Die erſten Worte in dieſer Stelle gehen uns hier 
§ nichts än, eben so, wenig, als die sonst in jenem Aufsatze 
vorkommenden hiſtorischen Irthümer; sondern her Zweck je- 
ner Anführung iſt lediglich der bereits angegebene. So viel 
geht auch ohne Zweifel als gewiſſe Thatsache aus der ange- 
zogenen Stelle hervor, daß die Meinung von Hochburi, als 
dem ſpätern Hamburg, nicht bloße Privatmeinung des Sta- 
der Abt’s gewesen, auch nicht von ihm zuerſt in Gang ge- 
bracht worben, sondern bereits lange vor ihm gegolten und 
-. gang und gäbe gewesen sey. 
; h; ; 
Eine der merkwürdigsten Urkunden für die Geschichte 
des Herzogthums Lauenburg iſt diejenige, in welcher dec 
Kaiser Heinrich IV im J. 1062 dem Sächſiſchen Herzog 
Ordulf die Burg *) Ratzeburg im Polabenlande in ei- ; 
  
t 
  
.. ſiehen, sondern der ganze Diſtrict, der zur Burg gehörte, d. i. 
_ unter dem Oberbefehlshaber in der Burg ſtand. Der Oberbe. - 
t Unter der Vutg iſt natürlich nicht die Burg allein zu ver: 
  
 
	        

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