Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
  
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8 Jahren steht es gedru>kt zu lesen, und es leidet keinen 
Zweifel, weder daß die Aeußerungen jener Verf. über Ge- . 
genſtände unserer Landesgeschichte alle Berücksichtigung ver- 
dienen, noch, daß die gegenwärtige Frage für Freunde unn 
Forscher der vaterländifchen Geschichte äußerſt anziehend sey. 
Wie geht es denn nun zu, daß seitdem nicht das Mindeſte 
in Bezug auf die obige Aeußerung jener beiden gelehrten 
Geſchichtforſcher verlautet hat? #) ; 
4. 
tg Bekanntlich wird allgemein behauptet, daß der Stader 
Abt der älteſte Schriftſteler sey, der Hochbuchi für das 
spätere Hamburg erkläre; es scheint jevoch, daß die näms 
sebe und Rü der ſich auf eine andere Thatſache beziehen. . 
[ als die von dem Herrn Verfaſſer ſelbſt gehörig ins Licht 
gesettte Landeshoheit der vormaligen Bremiſchen Erzbiſchöfe 
über die Haſeldorser Marſch (Prov. Berichte 1824, 1ſtes Heft. 
S. 91). Nun bemerkt freilich Dahlmann, zur Chronik des 
“ Nevocorus I. 568 ,, Streng genommen iſt nur erweislich, daß 
die sſpätern Beſißer der Grafſchaft Stade, die Erzbiſchöfe von - 
Bremen, auch im Besiße der ſieben Kirchſpiele (Haſel- 
. dorfs) waren, nicht aber, daß solche mit der Grafſchaft, von 
deren Nordertheil (Dithmarschen) ſie durch die Kremper- und 
Wilſtermarſchen getrennt war, jemahls wäre vereinigt gewe- 
î len.'’ Allein der Schluß, daß Haſeldorf einen Theil der Graf- 
ſchaft Stade ausgemacht habe, und mit Stade an Vremen 
gekommen sey, ſcheint mir doch, da keine Gründe entgegenſtehen 
. und wir von den frühern Verhältniſſen Haſeldorfs nichts wiſſen. 
gar zu natürlich zu ſeyn. ~ Daß übrigens der Erzbiſchof Adel- 
„. bert gleich im Jahre nach Erwerbung der Grafſchaft Stade die 
Feſtung auf dem Süllenberge anlegt, iſt doch kein ganz unbe- 
. deutendes Zuſammentreffen von Umſtänden. ..; cji 
*) Durch obige Behauptung iſt vermuthlich folgende Aeußerung 
des Herrn O. G. Seeſtern-Pauly (Beitr, 2. p. 56.) verane vt M 
laßt worden. „„Der Ausdruck Stederſchepel deutet auf den 
Einfluß, den Stade auf. die Gegend um Ueterſen geübt hat, 
 wenu gleich die Grafschaft Stade dieſe nicht mitbefaßte. 
 
	        

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