Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
r, J 
lauten ſo : Inipazatgr:: (Otto II) prima expeditione 
Buschuth civitatem cepitz Danos sibi rehelles petens, 
ad Schleswig properavit etc. Warum aber dieses Bu- 
' chuth jenes Bucu seyn müſſe, sehe ich nicht ein; da der 
Hr. V. ſich aber a. a. O. so beſtimmt darüber äuſſert, ſo 
muß man voraussetzen, daß er im Stande sey, hierüber nâhere 
Nachweisung zu geben. So viel iſt indeß gewiß, daß Ditt- 
mar die Lage seines Buſchuts nicht angiebt, auch dieser 
Name sonſt bei ihm nicht vorkömmt, und ich glaube nicht. 
daß der Hr. V. für seine Behauptung weiter etwas werde 
anführen können, als den Umſtand, daß man sonſt keinen 
Ort dieses Namens kenne. Ob dieser Umſtand aber zu eis 
ner so beſiimmten Behauptung berechtige, läßt sich bezweiflen. 
Da indeß die Sache wichtig genug iſt, indem, wenn Bucu 
und Buſchut identisch wären, es keinen Zweifel litte, daß 
wenigstens schon um die Mitte des 40ten Jahrh. am Zu- 
sammenfluße der Trave und der Wackenitz eine nicht unbe- 
deutende Stadt geſtanden habe: so wäre nach meinem Be- 
dünken zu wünſchen, daß dieser Gegenstand von jemand, der 
die dazu erforderlichen Hülfsmittel besitzt, die mir fehlen, in 
weitere Untersuchung gezogen würde. 
_ Hei dieser Gelegenheit will ich an ein, für uns Hol-. 
Feiner noch weit intereſſanteres, hiſtorisches Problem erinnen, 
das von zwei, ſehr ausgezeichneten, Geschichtforſchern seit 
Jahren zwar aufgeſtellt, aber gänzlich unbeachtet gelassen 
_ worden iſt. Wersebe sagte ſchon 1815 in seiner gelehrten 
Schrift „Ueber die Holländiſchen Colonien“ 14. p. 269: 
>Das sübweſtliche Holſtein rechneten die Stadiſchen Grafen 
toit: zu ihrem Gebietez-- und Rüder äußert sich hierüber 
noch beſtimmter in den Kiel. Bl. 1819. 2. p. 30, indem en 
daſelbſt geradezu behauptet, daß die Grafschaft Stade . 
vormals Holſtein zwischen der Alſter und Stör mit be- 
griffen habe. *) Iſt das nun wahr? Seit reſp. 12 und ] 
H 
k r) Es iſt doch ſehr die §czzi, ob die Öchsuzeaugis von Wer- 
Z 
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.