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Prieſtern geſtattet werden könne, sich zu Begehung des Meß-
opfers eines, dem Traubenwein ähnlichen, gegornen Pflan-
zensaftes zu bedienen; die Frage ward, wie man denken kann,
verneinend entſchieden.e. ; : k
In früheren Zeiten hat jedoch der päbſtliche Stuhr hier-
über eine andere Ansicht gehabt, indem nicht nur nach Pon- :
toppidan (Kircheng. 2. p. 330.) mit päbſtlicher Erlaubniß
in Norwegen und Dänemark beim sogenannten Meßopfer
vormals ſtatt des Weins Meth und Birnmoſt, sondern quch
hier zu Lande oder in der Nachbarſchaft, wie ich sogleich zeis
gen werde, Bier gebraucht worden iſt. Folgende Stelle im
Chron. Slav. ine. aut. ap. Lind. 1. p. 204 ſagt nämlich
letzteres ganz deutlich: Johannes episcopus Lubicensis .
(1237.) assignavit redditus perpetuos pro pane, vino
et cerevisia in coena domini fruendos, Da der Verf.
dieſes Chron. ein Geiſtlicher war, so läßt sich nicht anneh-
men, daß er nicht sollte gewußt haben, was der Prieſter beim
Meßopfer aus dem Kelche trinke; auch iſt in der Sache ſelbſt
nichts Unglaubliches. Denn da Bier weder mehr ‘noch min-
der Wein iſt, als Meth, so war es ohne Zweifel eine noth-
wendige Folge der Consequenz, das Bier eben so gut, als.
den Meth, beim Meßopfer als Surrogat des Weins zu er-
. lauben. Ich möchte nun wohl wiſſen, ob sonſt jemand von
; . diesem Gebrauche des Biers anderswo Nachricht oder Spu-
ren gefunden habe, und warum die päbſtliche Heiligkeit ſpäe
ter in diesem Punkte in Südamerika fich gewissenhafter be-
wiesen habe, als früher in den Nordlanden ? t R.
3,
. Indem der Hr. D. Schmidt in den Pr. Ber. 182.20.
P. 8 bemerkt, daß das jetzige Lübeck vormals Bucu gen. I

heißen habe, fügt er hinzu, vaß Dittmar von Merseburg
dieses Bueu Buſchuth schreibe. Die Worte des Dithmats,
; die der Hr. V. im Sinne gehabt hat, ſtehen beim „Dith...
© maxus restitütus in sc. R, Brunsw. I. p. 342, unn
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