Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
  
  
& gt1220 Ls. 
hier ums Jahr 843 nicht zwei, sondern drei Gauen gegeben 
. haben, da Dithmarsen bereits in dem Leben des Willehads 
von Ansgarius (c. 6.) als ein Eau (Thiatmaresgaho) 
vorkömmt. Ansgarius war übrigens, wie bekannt iſt, seit. 
831 Biſchof von Hamburg; ~ Ñ und daß , „gaho “ dem heu- 
tigen „Gau-.+ entspreche, bedarf ohne Zweifel keines Be- 
weiſes. Fürs zweite ersehen wir aus dem gedachten Thei- 
lungsvertrage weiter nichts, als daß es unter den. Ländern, 
welche jene Fürſten zu theilen hatten, auch einen Gau Na- 
mens Albegowi gegeben habe; wo dieſer Gau indeß gele- 
gen habe, ersehen wir mit nichten daraus. Der Hr. V. 
: Luft aber bei ,„„Albe‘ sogleich an unsere Elbe und ſchafft 
uns in unserm Nordalbingien einen Gau, von. dem kein 
Menſch vorher etwas vernommen, und der auch in Nordal- 
bingien keinesweges exiſtirt hat. Denn der Albegawe in 
jenem Vertrage war der Albigowe, den der Lech, die Donau, 
der Bodensee und der Federsee einschloſſen. #) (Wilkens 
Handb. der deutsch. Hiſt. 4. p. 140.) Was endlich das 
Swenlisium anbetrifft, ſo kann ich zwar die Lage desselben 
außerhalb Nordalbingien nicht nachweisen, da weder in dem 
. Berzeichniſſe der Deutschen Gauen bei Wilkens, (a. a. O:) 
noch in Meiboms Comment. de pagis Saxoniae ein Swen- 
tisinm vorkömmt; ich nehme indeß keinen Anstand, zu be- 
haupten, daß auch dieser angebliche Gau in Nordalbingien 
keinesweges zu suchen, und die Eintheilung dieses Landes in 
Dithmarsen, Holsatien und Stormarn die uralte und beſtän- 
dige Eintheilung deſſelben gewesen seh. ;.. 
Hutrnboldt erzählt in (> 41 in d. Aequ. Geg. 4. p. 
309 Folgendes: „„Schon in den erſten Zeiten nach der Er- 
sf Südamerikas war der Zweifel aufgeſtiegen, ob den 
J Uluch in Franken, (1. <. p: 137.) ſo wie. iu Lothringen, (l e. p. 
. © 4149.) gab es Gaüeu jenes Namens. 
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.