Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Siebter Band)

  
  
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der Synodalacten lieſt, noch weiß, was für ein Unterschied 
, noch außer der Sprache zwischen der Lutheriſchen und An- 
gricaniſchen Kirche iſt, wird davon wenig begreifen. 
Soll ich nun noch über das Factum- reden, was er be. 
rührt, wie die von ihm sogenannte Anglicaniſche Parthei in 
Lankaſter sich eine Deutsche Kirche angeeignet habe? Zu dem, 
warum es sich hier handelt, trägt es nichts aus. Doch kan. 
etwas Wahres zum Grunde liegen. Wenn an einem Orté 
eine hinlängliche Zahl von Deutschen iſt, so treten sie zuſam- 
men, bauen sich eine Kirche, und nehmen einen Prediger an. 
Stirbt dieser, und können sie keinen wieder bekommen, (was 
hei dem Mangel an Predigern leicht geschehen kann,) ſo zer- 
fällt die Gemeinde, und die Kirche bleibt wüſte ſtehen. De 
' Wette führt an, daß manche Reformirte Kirchen in fernen 
Gegenden aus Mangel an Geiſtlichen den wilden Thieren. 
zum “Aufenthalte überlassen werden. Um so weniger kann ; 
man es hindern, wenn éine andere Parthei sich ein solches 
Gebäude aneignet. Jſt sie einmal im Besitz, so mag es schwer 
halten, sie wieder daraus zu verdrängen. Was folgt hier- 
aus? daß nichts nothwendiger sey, als durch wohleingerichs 
: tete Lehranstalten und auf jede andere Weise einen solchen zu... 
tand der Deutſch-Lutheriſchen Kirche in Nordamerika herbeizu- 
führen, daß es an Geiſtlichen nicht fehlen und auch die einzelnen 
Gemeinden eine mehr als prekäre Eziſtenz gewinnen mögen 
So viel und faſt zu viel zur Würdigung jenes Zeitungs- 
 HHartikels. Wenn ich ein Freund von Parodieen wäre, so würde 
.. ich mich zum Schlusse über die ~ soll man es auch Treu- 
herzigkeit nennen? ~ wundern, der ein solcher Wiſch, wer 
weiß von welchem Probenreuter in Amerika geſchrieben, hin« 
reichend iſt, um einen edlen Mann, wie Kurz,, des frechen 
Betruges, und so viele Perſonen aller Gegenden und Stännhe 
_ der unüberlegteſten Leichtgläubigkeit verdächtig zu halten,. uns 
geachtet die klarſtet Beweise des Gegentheils vorliegen. 
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