;''§
r~ 284 L
möglichſte Publicität #); und unser Anonymus will, als et-
was ihm bisher ganz Unbekanntes, mit Staunen und Un-
' K willen „erfahren haben, daß Kurz und Reil y Beiträge für
Predigerinſtitute sammeln? Der Mann muß entweder in
Nordamerîka ~ oder wenigſtens in den kirchlichen Angelegen-
heiten der Deutschen Lutheraner ein völliger Fremdlihg seyn.
_ Daſsſelbe geht auch aus einem andern höchſt verworrenen
Gerede hervor. „Die Geistlichen, sagt er, fangen an, die Deut-
. ſchen Kirchen hier im Lande in Anglicaniſche zu verwandeln, .
. und zwar gegen den Willen der Deutschen.“ Nun, gegen
den Willen seiner Gemeinde. etwas zu thun, wäre keinem
. Geiſtlichen in Nordamerika zu rathenz; sie würde ihm ganz
. einfach mit Ablauf des Jahres den Contract aufkündigen,
und er könnte gehn, wohin er wollte. Was heißt das aber,
die Deutschen Kirchen in Anglicaniſche verwandeln? etwa,
z sie zur Engliſchen Episcopalkirche hinüberführen? . oder zu

einer andern der dort beſtehenden, in England entstandenen
Kirchenpartheien, den Presbyterianern, Methodiſten, Quäkern?
Das kann keinem einfallen, der die dürftigen Aussichten ei-
nes Deutsch- Lutheriſchen Predigers einmal den so viel glän-
zenderen eines Anglicaniſchen, um mich derselben Sprache.
zu bedienen, ~ vorgezogen hat. Der Mann will sagen: |
man wolle die Englische Sprache beiin Gottesdienſte einfüh-
ren, (was nur in so fern Grund hat, als. es in einigen
Städten die Nothwendigkeit fordert, dann und wann eine
Englische "Predigt zu halten, weil die jüngere Generation,
wo die: Deutschen nur vereinzelt leben, bei dem Mangel
Deutscher Bildungsanſtalten mit der Zeit die Deutsche Sprache
verlernt; ) er drückt dies: aber, besonders wenn er dann wie-
der von einer Anglicaniſchen Parthei redet, die sich gewisse
Gelder äteiznen will, so zugeſchice aus; wie man es kaum f
r
' 1) Woher ich das wiſſe? aus den Syyodalacten, von denen ich
~ eine nicht üstthettthy! s)) vor mir gehabt, uud "tzehrtte noch
haben.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.